Die mit den Wänden tanzte: Architektin Zaha Hadid und ihre Werke

Radikal und übermütig: Architektin Zaha Hadid baute Flughäfen, Schanzen oder auch Fußballstadien. Ihre Formensprache war dabei unverkennbar einzigartig.

Pionierin. Als erste Frau bekam Zaha Hadid 2004 den Pritzker-Preis. (Archivfoto von 2007)

© Murauer

Von Andrea Wieser

Alles fließt, muss der Betrachter denken, wenn er vor einem Hadid-Bau steht. Die irakische Architektin steht für den unerhörten sowie erfolgreichen Versuch, jedem Gebäude eine Weichheit abzuverlangen, die man vorher von starren Wänden nicht kannte. Oder wie Hadid das einmal in einem Interview beschrieb: „Das Wichtigste ist die Bewegung, der Fluss der Dinge, eine nicht euklidische Geometrie, in der sich nichts wiederholt: eine Neuordnung des Raumes.“

Schmaler Wurf. Der Jockey Club Innovation Tower ist ein Fakultätsgebäude der Designschule von Hongkong.
© Doublespace Photography

Mit diesem Ansatz schaffte es die Architektin, die im März 2016 überraschend im Alter von 65 Jahren an den Folgen einer verschleppten Bronchitis starb, weit über Fachkreise hinaus gefeiert und geliebt zu werden. Kollegiale Anerkennung blieb ihr aber ebenso nicht verwehrt: Der kalifornische Architekt Frank O. Gehry bezeichnete Hadid als „außergewöhnliche Naturgewalt“. Ihr ehemaliger Lehrer, der holländische Architekt Rem Koolhaas, sagte über sie: „Sie ist ein Planet mit einem eigenen, einzigen Orbit.“

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