Tschechische AKWs ergriffen Sondermaßnahmen

Tschechische Atomkraftwerke im südböhmischen Temelin und südmährischen Dukovany haben Sondermaßnahmen wegen des Coronavirus ergriffen. Hunderte ihrer Mitarbeiter arbeiten von zu Hause, die übrigen insgesamt rund 2.000 Mitarbeiter gehen weiter zur Arbeit, müssen sich aber beim Eingang präventiven Temperaturmessungen unterziehen.

Außerdem haben die Kraftwerke den Betrieb der Kantinen und Essräume der Krisensituation angepasst. Die Öffnungszeiten der Kantinen wurden verlängert und zusätzliche Räume bereitgestellt, um nahe Kontakte der Menschen zu minimieren. Bisher wurde noch bei keinem Mitarbeiter der Atomkraftwerke eine Infektion festgestellt, versicherte der Sprecher des Tschechischen Energiekonzerns (CEZ) Petr Suler.

Bereits Ende Februar hatten Temelin und Dukovany ihre Informationszentren geschlossen und Exkursionen sowie andere Besuche in den Arealen der Kraftwerke aufgehoben. Die Busse, die die Mitarbeiter zur Arbeit bringen, werden regelmäßig und intensiv desinfiziert.

In ganz Tschechien wurde die Bewegungsfreiheit ab Montagfrüh massiv eingeschränkt. Die Menschen dürfen im Prinzip nur zur Arbeit, zum Arzt und in die Geschäfte gehen, um Nahrungsmittel einzukaufen. Der Olmützer Kreis (Olomoucky kraj) in Mähren hat darüber hinaus 21 Kleinstädte und Gemeinden abgeriegelt. Der Grund ist das stärkere Auftreten von Infektionen.


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