Begräbnisse während Corona-Krise nur noch im Familienkreis möglich

Aus Liebe zum Mitmenschen Begräbnisse klein halten.
© Foto TT/Rudy De Moor

Innsbruck – Beim Abschied von geliebten Menschen gilt es radikal umzudenken. Laut Christine Pernlochner-Kügler, stv. Innungsmeisterin, muss die Beisetzung im „engsten Familienkreis“ erfolgen. Hier gebe es von Bund und Land verschiedene Definitionen. „Der Bund spricht von fünf Personen samt Bestattern, das Land fordert Familien auf, sich zu beschränken.“ Die Klärung läuft. Beim Abschied am Grab soll auf Körperkontakt unter Trauernden verzichtet werden: „In Absprache mit Diözese und Land dürfen Personen aus einem Haushalt zusammenstehen, die Grüppchen sollen einen Sicherheitsabstand zu anderen halten.“

Es gebe noch Aufbahrungen (einzeln eintreten), aber kein Weihwasser und Kondolenzbuch. Rosenkränze und Gottesdienst seien abgesagt. Die psychologische Begleitung erfolge telefonisch. Der Verstorbene werde abgeholt, Dokumente und Kleidung samt Foto mitgenommen, sonst ein Termin zur Abgabe vereinbart. Die Schauräume der Bestatter dürfen nicht betreten werden. Friedhöfe sind offen. „Ein Covid-19-Verstorbener wird wie jede infektiöse Leiche behandelt“, so die Bestatterin. Die Branche sei gerüstet. (pla)

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