Gegen Klimawandel: Um die Zugspitze wird grün gewirtschaftet

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Rund um die Zugspitze formiert sich eine Kooperation zum Thema Landwirtschaft und Tourismus.
© Paschinger

Pflach, Garmisch-Partenkirchen, Seefeld – Die Alpen sind vom Klimawandel besonders betroffen. Die Temperaturen sind hier in den letzten 120 Jahren um knapp zwei Grad Celsius gestiegen – beinahe doppelt so viel wie im globalen Durchschnitt. In den Alpen wird pro Kopf auch etwa zehn Prozent mehr Energie verbraucht als im europäischen Durchschnitt. Es ist also höchste Zeit für ein Umdenken.

Das deutsche Umweltbundesamt und die internationale Alpenschutzkommission suchten daher Pilotregionen, die sich dem Grünen Wirtschaften, einer CO2-armen und ressourceneffizienten Wirtschaftsweise, verschreiben. Auf Initiative der Regionalentwicklung Außerfern (REA) bewarb sich die Euregio Zugspitze-Wetterstein-Karwendel um den Status – und bekam den Zuschlag – ebenso wie das Soča-Tal in Slowenien, die Region Diois in den französischen Alpen und der Bezirk Goms im Schweizer Kanton Wallis. Die Euregio Zugspitze-Wetterstein-Karwendel, getragen vom Verein REA, der Regio Zugspitzregion e.V. für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen und der Regio Seefelder Plateau, wählte die Wertschöpfungsketten zwischen Landwirtschaft und Tourismus als Handlungsfeld.

Christian Angerer, Obmann der Außerferner Landwirtschaftskammer, freut sich: „Wir bemühen uns seit einiger Zeit um den Aufbau einer regionalen Fleischvermarktung. Auf diesem Gebiet können wir im grenzüberschreitenden Austausch viel lernen.“ Der erste gemeinsame Workshop fand in Garmisch statt. REA-Geschäftsführer Günter Salchner fasst zusammen: „Regionalität galt als zentrales Erfolgsrezept für Grünes Wirtschaften. Dabei spielt die Staatsgrenze keine Rolle. Somit ist ein Produkt aus Oberammergau für uns wesentlich regionaler als aus dem Burgenland.“ Erste Ergebnisse sollen beim nächsten Workshop verdichtet und präsentiert werden. (TT, fasi)

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