Verkehrsberuhigung für das Schuldorf Stams

Geschwindigkeitsbegrenzung und Fahrbahngestaltung bremsen Raser ein und sorgen für mehr Sicherheit und weniger Lärm.

Vor dem Stift Stams müssen Autofahrer künftig vermehrt mit Beschränkungen zum Schutz der Fußgänger rechnen.
© Ploder

Von Thomas Ploder

Stams – In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat in Stams mit einem komplexen Verkehrskonzept. Im Zentrum der Überlegungen steht der Bereich rund um das Stift Stams im Dorfzentrum, der durch Touristen und Schüler ein besonders hohes Fußgängeraufkommen aufweist. Zusätzlich soll die Situation rund um die Volksschule und NMS, bei der parkende Autos der Eltern zu Unterrichtsbeginn und -ende die Straße blockieren, durch ein Leitsystem und Halteverbote entschärft werden.

Im Detail sind farbliche Gestaltungen der Fahrbahnen durch gepflasterte Bereiche und eine 30-km/h-Beschränkung abseits der Landes- und Bundesstraßen vorgesehen. In diesem Zug sollen 400 Meter Landesstraße von der Gemeinde übernommen werden. Die Adaptierung der Stellflächen vom Parkplatz an der Hängebrücke im Gewerbegebiet über den Großparkplatz beim Stift bis zu den Bereichen neben dem Vereinshaus und am Kirchplatz soll der Verkehrsberuhigung dienen. Teilweise werden auch Verbreiterungen von Gehsteigen die Situation der Fußgänger im Dorfzentrum verbessern. Die Kosten der Maßnahmen werden mit rund 320.000 Euro veranschlagt, 200.000 Euro an Förderungen wurden bereits zugesagt.

Der Gemeinderat hat sich wegen des erwarteten Verkehrsaufkommens von zehn Lkw pro Stunde gegen eine temporäre Aushubdeponie von 56.0000 Kubikmetern für Material aus dem entstehenden Ausgleichsbecken der Tiwag ausgesprochen.

Im Anschluss an die Kanalsanierung wurden Teile des Straßennetzes bereits saniert. In den kommenden vier Jahren stellt das Land der Gemeinde jeweils 85.000 Euro zweckgebunden für den Wegebau zur Verfügung.


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