T-Roc Cabriolet: VW sucht den Blick zum Himmel

Nach einer spürbaren Cabrio-Produktionspause öffnet sich Volkswagen wieder – mit dem T-Roc Cabriolet.

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Das T-Roc Cabriolet ist ab 30.190 Euro bestellbar.
© Hersteller

Innsbruck –Geländewagen zu einem Cabriolet umzuwandeln, das ist einigen Herstellern schon geglückt. Anders sieht es bei den softeren Brüdern der Offroader aus, den beliebten Sport Utility Vehicles. Daran hat sich Land Rover immerhin schon einmal versucht, und zwar mit dem Range Rover Evoque Cabriolet. Der große Erfolg blieb aus, von der neuen Evoque-Generation ist bisher kein offener Ableger in Sicht.

Wem gleichwohl die exotische Mischung aus SUV und Cabrio gefällt, der kann sich bald bei Volkswagen gütlich tun – mit dem T-Roc Cabriole­t. Das Vorhaben, dieses Modell schon im Mai auf dem Markt zu lancieren, wird zwar auch und vor allem wegen des Coronavirus kaum zu halten sein – fürs Herbstgeschäft werden sich die ersten Auslieferungen aber möglicher­weise ausgehen.

Jedenfalls versucht VW mit dem T-Roc Cabriolet eine schmerzhafte Lücke zu füllen, die die Marke selbstverschuldet hinterlassen hat. Die Niedersachsen haben sich in den vergangenen Jahren sukzessive von ihren offenen Modellen verabschiedet, ohn­e sich rechtzeitig um einen Nachfolger zu kümmern. Von der Bildfläche verschwanden zuletzt der Eos, das Golf Cabriole­t (ein Derivat der sechsten Generation) und das Beetle Cabrio. Mit dem 2+2-Sitzer T-Roc Cabriolet zeigt Volkswagen jedenfalls, dass man die Frischluft-vergnügte Zielgruppe nicht aus den Augen verloren hat. Eine erhöhte Sitzposition, garniert mit einer guten Aussicht – so kann Mobilität gefallen. Zumal nur neun bis elf Sekunden vergehen, bis das Stoffverdeck automatisch öffnet beziehungsweise schließt.

Die Abmessungen sind sympathisch: Nur 4,27 Meter Länge garantieren Parkgaragenfreundlichkeit, der Radstand von 2,63 Metern stellt einen angenehmen Fahrkomfort in Aussicht. Der Kofferraum ist mit einem Stauvolumen von 280 Litern groß genug für ein Cabriolet.

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Motorenseitig beschränkt sich der Hersteller auf zwei Benziner: einen 115 PS starken Einliter-Dreizylinder-Turbo und einen 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbo mit 150 PS. In beiden Fällen sind die Aggregate mit einem Vorderradantrieb verknüpft. Ab Werk stattet der Produzent das T-Roc Cabriolet mit einem Sechsgang-Handschalter aus, auf Wunsch gibt es für den stärkeren Otto­motor eine Doppelkupplung mit sieben Gängen.

Heimische Händler bieten das SUV-Cabrio ab 30.190 Euro mit dem 115-PS-Benziner in der Style-Ausstattung an. Dafür gibt es serienmäßig eine Einparkhilfe rundum, Komfortsitze vorne, das Radiosystem Composition und einen Spurhalteassistenten – und natürlich das knackige Stoffverdeck. (hösch)


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