Coronavirus: 299 Personen aus Marrakesch zurückgeholt

In der vergangenen Nacht ist im Zusammenhang mit dem Coronavirus eine weitere Rückholaktion von österreichischen Urlaubern über die Bühne gegangen. Laut Peter Guschelbauer, der Sprecher des Außenministeriums, sollten 299 Personen - zum Großteil Österreicher und einige EU-Bürger - mit einem Sonderflieger Dienstagfrüh in Wien landen. Laut ORF ist dies um 3.39 Uhr geschehen.

Zudem werde am Dienstag um die Mittagszeit eine weitere Austrian-Maschine des Außenministeriums aus Marrakesch nach Wien fliegen, sagte Guschelbauer. Das Außenministerium, das am vergangenen Freitag weltweit Sicherheitsstufe vier ausgerufen hatte, stand mit Fluglinien, Reiseveranstaltern, dem Flughafen Wien-Schwechat, der Wirtschaftskammer und dem Verein für Konsumenteninformation in ständigem Austausch.

Am Freitagnachmittag hatte eine erste Rückholaktion für rund 150 Touristen aus Italien stattgefunden, die von einer AUA-Maschine aus Rom und Venedig zurück in die Heimat gebracht wurden.

Etliche heimische Touristen, die sich am Roten Meer erholen wollten, sitzen derzeit in einem Hotel in Hurghada fest. Am vergangenen Sonntag wurde bekannt, dass ein Urlauber in der Anlage positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden ist. Seither steht der Hotelkomplex - es handelt sich um einen Magic Life-Club des Reiseveranstalters TUI - unter Quarantäne.

Die Hotelgäste dürfen seit Sonntagnachmittag ihre Zimmer nicht mehr verlassen, berichtete Bernhard S. am Dienstag der APA. Der 23-jährige Linzer, der gemeinsam mit zwei Freunden einen Urlaub in Ägypten gebucht hatte, befürchtet nun, dass sie nicht mehr zurück in die Heimat kommen. Ihr Rückflug nach Wien wäre für kommenden Sonntag geplant. Allerdings hat die AUA bereits angekündigt, am Donnerstag den regulären Flugbetrieb einzustellen. Zudem will Ägypten zum Schutz vor dem Coronavirus den Flugverkehr ab Donnerstag bis vorerst 31. März einstellen.

Die Lage sei verworren, schilderte Bernhard S. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Getränken, die man ihnen bei Bedarf vor das Zimmer stelle, funktioniere. Auch sonst gehe es ihm und seinen Freunden gut. Polizisten in Zivil befänden sich auf der Anlage und würden die Einhaltung der Quarantänebestimmungen überwachen. Der 23-Jährige schätzt, dass sich insgesamt „vielleicht 50“ Österreicher im Hotel aufhalten.

Unbestätigten Meldungen zufolge sollen am Roten Meer bereits sieben Hotels von großen Veranstaltern aufgrund von Corona-Infektionen bzw. Verdachtsfällen unter Quarantäne stehen. Das hieße, dass vermutlich hunderte, wenn nicht tausende Touristen aus der ganzen Welt festsäßen.


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