Fast keine Plätze auf Intensivstationen in der Lombardei

Die Lombardei warnt vor dem Zusammenbruch seines Gesundheitssystems. Auf den Intensivstationen der lombardischen Krankenhäuser seien fast keine Plätze mehr verfügbar, sagte der Gesundheitsbeauftragte der Lombardei, Giulio Gallera. Auf den lombardischen Intensivstationen liegen 823 Kranke.

„Als wir dann kürzlich die Nachricht erhalten haben, dass das Mailänder Rote Kreuz 30 Beatmungsgeräte aufgetrieben hat, wäre ich fast in Tränen ausgebrochen“, sagte Gallera. Die Lombardei hat über vier Millionen Atemschutzmasken verteilt. Viele italienische Textilunternehmen hatten sich zuletzt zur Produktion von Mundschutz bereit erklärt.

Im Zuge der Corona-Pandemie steigt die Nachfrage nach medizinischem Gerät. Firmen für Beatmungs- und Sauerstoffgeräte steigern ihre Produktionen - doch die hat Grenzen. Zur Ausstattung einer Intensive Care Unit (ICU) gehört viel mehr als Beatmungsgeräte. Um die Betten herum stehen Sauerstoffgeräte, Monitore, an denen die Vitaldaten des Patienten verfolgt werden können, oder Geräte zur Blutdialyse.

Die Lombardei, die von der Coronavirus-Epidemie am stärksten betroffenen Region Italiens, registrierte eine starke Zunahme der Infektionsfälle und der Todesopfer, allerdings diese Woche geringer als am Sonntag. Die Zahl der Toten stieg am Montag auf 1.420, 202 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesopfer war somit um 50 Personen geringer als am Sonntag. Die Zahl der Infizierten kletterte in der Lombardei um 1.377 auf 14.649. Auch bei den neuen Infizierten lag die Zahl unter jener des Sonntags.


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