Grenze zur Schweiz schließt - Mega-Stau an Ungarns Grenze

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Seit Dienstag sind die Vorarlberger Grenzen zur Schweiz bzw. nach Liechtenstein praktisch dicht. Nur noch Berufspendler und der Warenverkehr dürfen die Grenzen weiter ohne größere Einschränkungen passieren. Für große Probleme sorgt die Grenzschließung durch Ungarn: Vor dem Grenzübergang Nickelsdorf erreichte der Stau auf der Ostautobahn laut Polizei eine Länge von insgesamt mehr als 30 Kilometern.

Der Lkw-Stau war demnach etwa 22 Kilometer lang, die Pkw stauten sich auf einer Länge von rund zehn Kilometern, teilte die Landespolizeidirektion Burgenland mit. Seit Mitternacht sind die Grenzen zu Ungarn geschlossen, ausgenommen sind lediglich ungarische Staatsbürger. Diese werden von der Polizei ersucht, großräumig über die Grenzübergänge Klingenbach oder Deutschkreutz auszuweichen.

Die Lage beruhigte sich bei Nickelsdorf wieder. Von ungarischer Seite habe man die Information erhalten, dass die Grenze ab 21 Uhr kurzfristig für rumänische und bulgarische Staatsbürger geöffnet werde, bestätigte ein Sprecher der Landespolizeidirektion. Für einige Stunden werden die Lenker aus Bulgarien und Rumänien die Grenze nach Ungarn passieren können. Auch die Blockaden für den Schwerverkehr seien bereits aufgelöst worden, berichtete der Polizeisprecher. Der Schwerverkehr komme langsam wieder ins Rollen, der Stau beginne sich aufzulösen.

An der ungarischen Grenze warteten auch zahlreiche bulgarische und rumänische Bürger, die am Rückweg aus Deutschland in ihre Heimatländer waren. Sie durften nicht nach Ungarn einreisen, bestätigte die Polizei einen Bericht des ORF Burgenland. Einige Pkw waren direkt bis zur Grenze gefahren und hatten dort einen Stau gebildet, weshalb es auch für Lkw kein Weiterkommen mehr gab, schilderte ein Polizeisprecher der APA. Die Pkw wirkten wie ein Stöpsel, der eine Flasche verschließt.

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Der Lkw-Stau reiche mittlerweile fast bis Parndorf zurück. An der Grenze würden viele, darunter auch Kinder und ältere Menschen, bereits seit Stunden warten. Man denke bereits über eine Versorgung der Wartenden nach, so der Sprecher. Inzwischen werde versucht, die Lkw über den alten Grenzübergang zu lotsen.

Ab Mittwoch werden die acht kleineren der insgesamt 14 Grenzübergänge in die Schweiz und nach Liechtenstein geschlossen. Seit Samstag waren an den Grenzen zur Schweiz und nach Liechtenstein sporadisch Sichtkontrollen durchgeführt worden. Nach dem Abschluss der logistischen Vorbereitungen wurde in der Nacht auf Dienstag mit den rigorosen Übertrittskontrollen begonnen.

Staatsbürger aus der Schweiz, Liechtenstein und Italien dürfen nun nur dann noch nach Österreich einreisen, wenn ihnen ein ärztliches Gesundheitszeugnis bescheinigt, dass sie nicht mit dem Coronavirus infiziert sind. Das Attest darf nicht älter als vier Tage sein. Österreichische Staatsbürger bzw. Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz im Bundesgebiet können natürlich weiterhin nach Österreich kommen, müssen sich hier allerdings für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Die Durchreise durch Österreich ohne Zwischenstopp bleibt erlaubt.

Von diesen Maßnahmen ausgenommen sind die Berufspendler, die die Grenze täglich passieren müssen, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Etwa 16.000 Vorarlberger arbeiten in der Ostschweiz bzw. in Liechtenstein.

Kärntens Grenzübergänge zu Slowenien werden ab Mittwoch teilweise gesperrt. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, bleiben nur der Karawankentunnel (A11) und der Loibltunnel (B91) 24 Stunden täglich geöffnet, an kleineren Übergängen kommt es zu Einschränkungen. Die Kontrollen sollen weiterhin so wie bisher, also ohne flächendeckende Gesundheitschecks, über die Bühne gehen.

Konkret wird der Grenzübertritt an den Grenzübergangsstellen Lavamünd und Grablach auf die Zeit von 5.00 bis 23.00 Uhr beschränkt, der Wurzenpass wird in der Zeit von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr gesperrt. Alle anderen Kärntner Grenzübergänge zu Slowenien werden für den gesamten Verkehr gesperrt.


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