Laut VÖZ 40 Mio. Euro Schaden für Printbranche im März

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Österreichs Zeitungen und Magazine werden aktuell zwar stark genutzt, wirtschaftlich zeichnet sich jedoch ein „zur Nutzung gegenläufiges bis dramatisches Bild“ ab, wie der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) am Mittwoch mitteilte. Aktuell sei der Schaden für den Monat März nach Erhebungen unter Mitgliedern für die gesamte Printbranche mit rund 40 Mio. Euro zu beziffern.

Denn zahlreiche Werbekunden stornieren ihre Werbekampagnen und Anzeigenschaltungen. Je nach Dauer der Krise sei von einer Verschlechterung der Buchungssituation auch in den kommenden Monaten auszugehen. „Hilfs- bzw. Unterstützungsmaßnahmen seitens der öffentlichen Hand werden zur Aufrechterhaltung der Medienvielfalt, sowie von Betrieben die zur kritischen Infrastruktur im Informationssektor gehören, unabdingbar sein“, so der VÖZ.

Die Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen führen dazu, dass die Österreicher deutlich mehr fernsehen. Der vergangene Sonntag war laut Thomas Gruber, Obmann der Arbeitsgemeinschaft Teletest, mit über fünf Stunden bzw. 308 Minuten Live-TV-Nutzung der stärkste Fernsehtag seit 1. Jänner 1997 (auswertbarer Datenbestand der österreichischen Fernseh-Forschung).

Im März (1.3. bis 15.3.) stieg die Nutzung demnach bisher um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Noch deutlicher war der Anstieg mit 14 Prozent bei den 12- bis 49-Jährigen. Vergleicht man nur die beiden vergangenen Tage (Montag und Dienstag) mit dem Vorjahreszeitraum ist die Steigerung doppelt so hoch mit rund 20 Prozent höherer TV-Nutzung.


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