Vier mit Coronavirus Infizierte starben in Österreich

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In Österreich gibt es vier weitere mit dem Coronavirus infizierte Personen verstorben. In der Steiermark starben in der Nacht auf Mittwoch zwei Männer, Jahrgang 1940, in Oberösterreich eine 27-Jährige. In Niederösterreich verstarb ein Mann im Landesklinikum Melk. Drei hatten schwere Grunderkrankung, der vierte einen anderweitigen medizinischen Notfall.

Im Landesklinikum Melk starb am Dienstag ein 76-Jähriger, der positiv auf das Coronavirus getestet war. Er wurde am Montagabend nach Melk gebracht, nachdem er bereits wegen verschiedenster schwerer Grunderkrankungen in St. Pölten behandelt wurde und keine intensivmedizinische Betreuung mehr wollte.

Jene 27-Jährige, die in Linz starb, war ebenfalls bereits wegen schwerer Vorerkrankungen im Kepler Universitätsklinikum in Behandlung. Der Fall sei somit „nur indirekt mit der momentanen Corona-Thematik verknüpft“, betonte der Ärztliche Direktor Ferdinand Waldenberger. Wie sich die Frau angesteckt hat, ist unklar.

„Wir möchten festhalten, dass es sich bei der Verstorbenen um eine junge Frau handelt, die seit rund 14 Jahren an schweren Erkrankungen gelitten hat. Während der Behandlung dieser Grunderkrankungen wurde sie unter anderem auch auf COVID-19 getestet und das Ergebnis war positiv“, so Waldenberger. Man habe nach Bekanntwerden des positiven Testergebnisses sämtliche Maßnahmen ergriffen, um andere Patienten und das Personal zu schützen.

Die beiden in der Steiermark gestorbenen Männer stammten aus Graz-Umgebung und dem Bezirk Murtal. Ersterer war akut wegen eines Schlaganfalls ins Krankenhaus gebracht worden. Der Mann aus Murtal hatte schwere Vorerkrankungen, etwa Diabetes, und war bereits seit der Vorwoche in stationärer Behandlung.

In beiden Fällen müssen die Behörden noch abklären, in welchem Zusammenhang der Tod der Patienten mit dem Coronavirus steht. Es sei noch nicht klar, ob die Infektion mit Covid-19 überhaupt mit schuld war.

Mittwochmittag wurde auch durch den ORF bekannt, dass in jenem Seniorenheim in Hartberg, aus dem schon die erste steirische Coronavirus-Tote stammte, eine weitere Bewohnerin gestorben ist. Es bestand dringender Verdacht, dass auch sie mit dem Virus infiziert war. Das müsse aber noch abgeklärt werden, hieß es

Entwarnung gab es an der Kinderklinik Innsbruck, nachdem eine Pflegemitarbeiterin im Bereich der Onkologie positiv auf das Coronavirus getestet worden war: Alle bisher durchgeführten Tests bei Kindern fielen negativ aus, erklärte Klinik-Sprecher Johannes Schwamberger zur APA.

Dafür gibt es am nächsten Spital einen positiven Fall. Am Universitätsklinikum Tulln ist am Mittwoch eine Ärztin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mit ihr wurden 70 Mitarbeiter des Hauses außer Dienst gestellt, bestätigte Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding. Gynäkologie und Geburtenhilfe, die Kinderabteilung sowie Neonatologie wurden vorübergehend geschlossen.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Österreich ist bis Mittwoch (Stand 8.00 Uhr) auf 1.471 gestiegen. Die höchste Zahl der Covid-19-Fälle registriert weiterhin Tirol mit 352, im benachbarten Vorarlberg waren es bis Mittwochfrüh 107, berichtete das Gesundheitsministerium. Aus Niederösterreich wurden 237 positive Test eingemeldet, in Wien lagen Daten über 180 bestätigte Ansteckungen vor, in der Steiermark waren es 188, in Oberösterreich 285, in Salzburg 80, im Burgenland 13 und in Kärnten 29. Bisher wurden 11.977 Testungen durchgeführt. Drei Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gelten als bestätigt.

Die Zahl der genesenen Patientinnen und Patienten gab das Ministerium wie schon am Dienstag mit neun an, zwei in Tirol, fünf in Wien und zwei in Niederösterreich. Weltweit wurden bisher insgesamt 198.152 bestätigte Fälle bekannt gegeben, 81.086 davon meldete China, so das Ministerium. 81.960 Menschen hätten sich global bereits wieder von Covid-19 erholt.


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