WK-Präsident appelliert an Firmen und Bevölkerung

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser
© Foto TT/Rudy De Moor

Innsbruck –Tirols Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser appelliert gegenüber der TT an die Betriebe, Mitarbeiter und die Bevölkerung, alle Vorgaben zur Bekämpfung der Corona-Gefahr penibel einzuhalten. Die Firmenchefs sollten Vertrauen haben in die Ansage der Bundesregierung, dass allen Unternehmen, von Einpersonen-Unternehmen bis zu den „Großen“, in dieser unverschuldeten Ausnahmesituation geholfen werde. Bis Anfang nächster Woche sollte es mehr Klarheit über zu erwartende Entschädigungen und Förderungen geben.

Wichtig sei aber auch, dass die Wirtschaft jetzt nicht einen völligen Kollaps erleide und dann die Folgeprobleme noch massiver würden. „Dann dauert es auch ewig, bis wir wieder hochfahren können.“ Deshalb müsse ein Arbeiten für die „Aufrechterhaltung des Systems und der Versorgung“ überall dort möglich sein, wo die strengen von der AGES festgelegten Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen genau eingehalten werden. Die Forderung der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), die zum Schutz der Bauarbeiter einen generellen Baustopp verlangt, lehnt Walser ab. Es solle dort gebaut werden können, wo ein Schutz nach den Vorgaben möglich ist. Das gelte etwa auch für Spengler, Maler, Zimmerer, Dachdecker und andere Bereiche. Da sei er sich auch mit AK-Präsident Erwin Zangerl einig. Mit Gewalt bauen zu wollen, wo die Vorschriften nicht umfassend zu erfüllen sind, lehnt Walser aber ab.

Wichtig sei in dieser extrem kritischen Situation, dass es bis auf Weiteres keine Pönalezahlungen bei Verzögerungen geben dürfe. Neben einem Appell an die Auftraggeber solle die Politik das auch rasch gesetzlich regeln. (va)


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