AfD schließt umstrittenen Politiker Gedeon aus

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Das Bundesschiedsgericht der rechten, deutschen Partei AfD hat den umstrittenen baden-württembergischen Politiker Wolfgang Gedeon wegen „parteischädigenden Verhaltens“ ausgeschlossen. Parteichef Jörg Meuthen teilte am Freitag in Berlin mit, der Parteiausschluss sei „ein so überfälliges wie richtiges und wichtiges Zeichen“. Es gebe keinen Platz für Antisemiten in der AfD.

Gedeon habe der AfD (Alternative für Deutschland) mit seinen israelfeindlichen und antisemitischen Positionen über Jahre schweren Schaden zugefügt, erklärte Meuthen. Er begrüßte, dass das Schiedsgericht dem Antrag auf Parteiausschluss des Bundesvorstandes entsprochen habe. Der Vorstand wollte am Freitag auch über den „Flügel“ beraten, der vergangene Woche vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft worden war und nun beobachtet wird.

Gedeon sitzt als fraktionsloser Abgeordneter im baden-württembergischen Landtag. Er hatte die AfD-Landtagsfraktion 2016 verlassen müssen, weil einige seiner Schriften als antisemitisch bewertet worden waren. Auf dem AfD-Bundesparteitag im Herbst in Braunschweig hatte der 72-Jährige erfolglos für den Parteivorsitz kandidiert.


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