Haus des Lebens statt Hallenbad in Nassereith

Das Nassereither Hallenbad fällt und auf der Parzelle entsteht ein Generationenbau.

Nach dem Abriss des Nassereither Hallenbads soll dort ein „Haus der Generationen“ entstehen
© Köhle

Von Thomas Parth

Nassereith –Jahrzehntelang wurde über die Erhaltung des Hallenbades in Nassereith, über seine Schließung und weiters über ein „Regionalbad“ diskutiert. Nun liegt die Standortzusage von Anton Stabentheiner für ein „Haus der Generationen“ auf dem Tisch. Die Bagger fahren auf, um mit dem Abriss der Hallenbadruine ein neues Kapitel in der Nassereither Ortschronik aufzuschlagen, hofft auch BM Herbert Kröll: „Gerade erfolgte die Baustelleneinrichtung. Am Montag wäre es mit dem Abriss des Hallenbades losgegangen.“

Der Abriss des Gebäudes ist zwar fix, doch noch würden weitere Gemeinderatsbeschlüsse fehlen. „Mir ist Toni Stabentheiner im Wort, den Standort Nassereith ins Auge zu fassen. So ein Konzept, wie es ein ,Haus der Generationen‘, in dem mehrere Generationen zusammenleben, vorsieht, passt ideal zu uns. In unserem Einzugsgebiet bis aufs Mieminger Plateau ist das sicher eine Bereicherung.“ Auf TT-Anfrage kann Stabentheiner, der tirolweit mehrere ähnliche Projekte umgesetzt hat, die Standortzusage bestätigen. „Es geht darum, die positiven Aspekte einer Großfamilie, in der mehrere Generationen unter einem Dach leben, zu unterstützen und zu nutzen. Momentan sieht man ja, wie toll es funktionieren kann, wenn die Gesellschaft enger zusammenrückt. Wir arbeiten gerade intensiv an der Entwicklung eines maßgeschneiderten Vorprojektes. Interessenten wie Café, Physiotherapie, Arzt oder wie in einem unserer Häuser eine Hebammengemeinschaft sind jederzeit willkommen, sich bei uns zu informieren“, so der Konzeptentwickler.

„Und die Gemeinde kostet es nichts“, freut sich BM Kröll besonders. Er verweist diesbezüglich auf Nachbargemeinden, die „um viel Geld“ an Erweiterungs­lösungen im Seniorenbereich arbeiten würden. „Wenn die Planungen so weit gediehen sind, dass feststeht, wie viel Platz das ,Haus der Generationen‘ einnimmt, wird das restliche Grundstück parzelliert“, schildert Kröll die Vorgangsweise der Gemeinde Nassereit­h.

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