2.388 Corona-Patienten in Österreich - 81-Jähriger gestorben

Die Zahl der offiziell mit dem Coronavirus infizierten Personen ist auch am Freitag während des Tages nach oben gegangen. Stand 14.30 Uhr waren laut dem Gesundheitsministerium 2.388 Fälle positiv getestet. Die meisten Betroffenen vermeldete Tirol mit 508 gefolgt von Oberösterreich mit 421. Coronavirus-Todesfälle gibt es bisher acht, zuletzt verstarb eine 81-jähriger Mann.

Der Mann war im Universitätsklinikum St. Pölten in der Nacht auf Freitag gestorben, er war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er war am Donnerstag in die Intensivstation des Krankenhauses eingeliefert worden, teilte die NÖ Landeskliniken-Holding mit. Der Mann ist das dritte Covid-19-Todesopfer in Niederösterreich. Ebenfalls am Freitag war eine 96-Jährige im Landesklinikum Melk gestorben, am Mittwoch ein 76-Jähriger im selben Spital.

Insgesamt stiegen die Infektionen in Österreich im Vergleich zu Donnerstag um 355 Betroffene an. Fälle nach Bundesländern: Burgenland (33), Kärnten (71), Niederösterreich (355), Oberösterreich (421), Salzburg (167), Steiermark (340), Tirol (508), Vorarlberg (197), Wien (296). Als genesen gelten neun Personen.

Obwohl die Zahl der nachweislich mit dem neuen Coronavirus infizierten Menschen in Österreich weiter ansteigt, zeigen die drastischen Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung erste Erfolge. Laut einer neuen Berechnungen mit den Simulationsmodellen der Technischen Universität (TU) Wien verdoppelt sich die Fallzahl nun nicht mehr alle zwei bis zweieinhalb, sondern alle vier bis sechs Tage.

Nachdem die Zeitspannen bis zur Verdopplung am Beginn des Ausbruchs in Österreich besorgniserregend kurz waren, sollte diese Entwicklung durch die Reduktion der sozialen Kontakte deutlich eingebremst werden. Aufgrund der Inkubationszeit des neuen Coronavirus von um die vier bis sechs Tage dauert es dementsprechend, bis die Wirksamkeit der gesetzten Maßnahmen auch an den Daten abzulesen ist.

In den Modellrechnungen des Teams um Niki Popper von der TU Wien und vom TU-Spin-Off dwh treffe nun ein, was die Simulationen vor rund einer Woche vorausgesagt haben. Darin nahmen die Forscher vorweg, wie die vielfach als „Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Österreich“ bezeichneten Vorgaben auf die Ausbreitung voraussichtlich wirken werden.

„Die meisten Menschen in Österreich haben sich zum Glück an die Empfehlungen gehalten und die Anzahl der zwischenmenschlichen Kontakte reduziert. Somit ist genau das eingetreten, was wir für diesen Fall vor einer Woche vorherberechnet hatten: Die Zahl der Covid-19-Fälle steigt zwar noch, aber der tägliche prozentuelle Anstieg hat sich reduziert. Wir sind auf einem guten Weg“, so Popper.


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