AfD-Führung fordert Auflösung des rechtsextremen „Flügels“

Die vom deutschen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Vereinigung „Flügel“ soll sich nach dem Willen der AfD-Parteispitze selbst auflösen. „Der Bundesvorstand erwartet als Ergebnis des morgigen ‚Flügel‘-Treffens eine Erklärung darüber, dass sich der informelle Zusammenschluss ‚Flügel‘ bis zum 30.04.2020 auflöst“, beschloss die Spitze der rechten, deutschen Partei AfD am Freitag.

Der Beschluss fiel nach Angaben aus Parteikreisen mit elf Ja-Stimmen, einer Enthaltung und einer Nein-Stimme. Das Bundesschiedsgericht der AfD („Alternative für Deutschland“) schloss unterdessen den umstrittenen baden-württembergischen Politiker Wolfgang Gedeon wegen „parteischädigenden Verhaltens“ aus. Parteichef Jörg Meuthen teilte am Freitag in Berlin mit, der Parteiausschluss sei „ein so überfälliges wie richtiges und wichtiges Zeichen“. Es gebe keinen Platz für Antisemiten in der AfD. Gedeon habe der AfD mit seinen israelfeindlichen und antisemitischen Positionen über Jahre schweren Schaden zugefügt, erklärte Meuthen.

TT-ePaper testen und eine von drei Cookit Küchenmaschinen gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte