Notstationen für Corona-Patienten: Betten in Hotels und Schulen in Vorbereitung

2400 Plätze sollen im Zuge des Gesundheitsplans Tirol zur Verfügung stehen. 1300 Betten in den Tiroler Spitälern und 1100 Betten in leer stehenden Hotels oder Gesundheitseinrichtungen.

Im Kurzentrum Umhausen sollen im Notfall Corona-Patienten gepflegt werden
© Falkner

Innsbruck – Landauf und landab ist das Land Tirol dabei, Notstationen für Corona-Patienten einzurichten. 2400 Plätze, so teilt Landesrat Bernhard Tilg mit, sollen im Zuge des Gesundheitsplans Tirol zur Verfügung stehen. 1300 Betten in den Tiroler Spitälern und 1100 Betten in leer stehenden Hotels oder Gesundheitseinrichtungen wie Kur- oder Rehabilitationszentren.

Auch in Umhausen sollen notfalls Corona-Erkrankte Platz finden. Ein Umstand, der in der Gemeinde auch zu Verunsicherung führte. Daher hat sich Bürgermeister Jakob Wolf mit einem Brief an die Bevölkerung gewandt und für die Einrichtung geworben. Hier sollen „Patienten mit leichten Symptomen oder Patienten, die sich bereits auf dem Weg der Besserung befinden, behandelt werden – natürlich in Quarantäne und ohne jegliche direkten Kontakte zum Dorf. Mir ist bewusst, dass viele Menschen in unserer Gemeinde Angst vor Corona haben. Dennoch erscheint es mir wichtig, in diesen schweren Zeiten zu helfen. Bedenken wir, es könnte uns selbst und unsere Gemeindebürger treffen. Dann sind wir froh, dass wir in Umhausen die nötige Infrastruktur zur Verfügung gestellt haben“, schreibt Wolf.

Auch Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg weist darauf hin, dass diese „zusätzliche Versorgungsstruktur als Ergänzung zu den bestehenden Spitälern dient und jene Patientinnen und Patienten aufnehmen soll, die am Coronavirus erkrankt sind, aber keiner vollstationären Spitalsbetreuung bedürfen“.

Dazu werden nicht nur Stationen in Kur- oder Rehabilitionszentren wie in Kitzbühel und Münster eingerichtet, auch die Krankenpflegeschulen in Reutte, Kufstein, St. Johann und Lienz sollen bereitstehen. Zudem werden Hunderte Plätze in derzeit leer stehenden Hotels gesichert. Weitere Einrichtungen seien in Abklärung, teilt das Land in einer Presseaussendung mit. Der Mediziner Alois Schranz betont, „dass wir alle Maßnahmen getroffen haben, um genügend Behandlungskapazitäten freizuhalten“.

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