793 mehr Todesopfer in Italien an einem Tag

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer und der Infizierten in Italien ist erneut rasant angestiegen. 793 Todesopfer wurden am Samstag in ganz Italien gemeldet - so viele wie nie zuvor binnen eines Tages. Die Bilanz der Todesopfer kletterte damit auf 4.825 Personen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Die Zahl der Infizierten stieg auf 42.681.

2.857 Menschen liegen in Italien auf der Intensivstation, das sind sieben Prozent aller Infizierten, teilte Italiens Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Samstag in Rom mit. 6.072 Menschen sind inzwischen genesen.

Allein in der Lombardei, der von der Coronavirus-Epidemie am stärksten betroffenen italienischen Region, stieg die Zahl der Todesopfer um 546 Personen. Damit kletterte die Zahl der dortigen Todesopfer seit Beginn der Epidemie am 20. Februar auf 3.095.

Wie der lombardische Gesundheitsbeauftragte Giulio Gallera in Mailand mitteilte, stieg die Zahl der Infizierten an einem Tag um 3.251 auf insgesamt 25.515 Personen. 8.258 Menschen liegen im Krankenhaus, 1.093 Personen befinden sich auf der Intensivstation.

Bergamo und Brescia sind die am stärksten betroffenen lombardischen Städte, gefolgt von Cremona. In der lombardischen Hauptstadt Mailand wurden 4.672 Infizierte gemeldet, 868 mehr als am Freitag.

„Die Experten hatten uns gesagt, dass der 13. und der 14 Tag nach dem Inkrafttreten der restriktiven Vorbeugungsmaßnahmen die härtesten sein würden, und sie hatten Recht. Die Zahlen bezeugen, dass die Epidemie stark wächst“, sagte Gallera.

Neben der Lombardei sind die Regionen Emilia Romagna, Venetien und Piemont am stärksten betroffen. In Kärntens Nachbarregion Friaul kletterte die Zahl der Todesopfer auf 42. Die meisten Todesopfer litten an einer Vorerkrankung.

Zivilschutzchef Angelo Borrelli schloss aus, dass es zu einem kompletten Shutdown in Italien kommen könnte, wie es die Behörden in einigen norditalienischen Regionen fordern. Es sei unmöglich, den Menschen zu verbieten, einkaufen zu gehen und die Warenbelieferung zu stoppen.


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