Zahl der Corona-Infektionen in Österreich über 3.000er-Marke

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Die Zahl der Coronavirus-Infizierten hat in Österreich die 3.000er-Marke überschritten. Am Sonntag früh (8.00 Uhr) vermeldete das Gesundheitsministerium 3.026 Erkrankte. Im 24-Stunden-Vergleich mit Samstag (2.664 Personen) ist dies eine Steigerung von 13,6 Prozent. Unterdessen gab es weitere Todesfälle, darunter den ersten in Kärnten. Offiziell gibt es in Österreich neun Todesfälle.

In Kärnten wurde der erste Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt. Wie Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) bei einer Pressekonferenz sagte, starb am Samstag ein 65-jähriger Patient im Klinikum Klagenfurt. Er hatte schwere Vorerkrankungen und war mit dem Coronavirus infiziert. Einen weiteren Coronavirus-Toten gab es in Niederösterreich. Der positiv auf Covid-19 getestete betagte Patient hatte eine Grunderkrankung und war intensivmedizinisch betreut worden, teilte ein Sprecher mit.

In Wien gab es zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus: Am Sonntag sind zwei 81-Jährige, eine Frau und ein Mann, im Krankenhaus an den Folge der Erkrankung gestorben, teilte Corina Had, Sprecherin des medizinischen Krisenstabes der Stadt Wien, mit. Die Zahl der nachgewiesen mit SARS-CoV-2 infizierten Wiener ist auf 413 gestiegen (Stand: 13.00 Uhr).

In Niederösterreich meldeten die Landeskliniken-Holding am Sonntag einen weiteren Coronavirus-Toten. Demnach ist ein 1939 geborener Mann im Universitätsklinikum St. Pölten gestorben. Der positiv auf Covid-19 getestete betagte Patient hatte eine Grunderkrankung und war intensivmedizinisch betreut worden, teilte ein Sprecher mit.

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In Oberösterreich forderte das Coronavirus ein zweites Todesopfer. Nachdem am Mittwoch eine 27-jährige Frau mit schweren Vorerkrankungen gestorben war, ist am Samstagabend ein 53-jähriger Mann aus dem Bezirk Linz-Land zuhause an einem Herzstillstand gestorben. Die Infektion mit dem Virus sei erst nach seinem Tod festgestellt worden, berichtete das Land Oberösterreich.

Der Mann hatte ebenfalls Vorerkrankungen und litt bereits seit mehreren Tagen unter Atembeschwerden. Am Samstagabend wurde der hausärztliche Notdienst des Roten Kreuzes alarmiert. Der Patient verstarb jedoch noch zuhause an einem Herzstillstand. Da der Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona-Virus bestand, wurde von dem Toten ein Abgestrich genommen, dessen Ergebnis positiv war.

Weltweit wurden bisher in Summe 307.280 bestätigte Fälle bekannt gegeben, 81.348 davon meldete China. 92.375 Menschen haben sich laut öffentlich verfügbaren Zahlen global wieder von Covid-19 erholt.

3.500 Österreicher wurden seit Beginn der Coronakrise mit bisher 21 Notflügen in ihre Heimat zurückgeholt. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) appellierte bei einer Pressekonferenz am Sonntag an die Österreicher, die noch im Ausland sind, „zur höchsten Eile“: „Diese Notflüge wird es nicht zeitlich unbegrenzt geben können“, warnte Schallenberg.

Die „größte Rückholaktion“ solle „nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um eine Notoperation in einer Krisensituation“ handelt. Der Außenminister habe „manchmal den Eindruck, dass manche nicht ganz den Ernst der Lage vergegenwärtigen. Es erreichen uns täglich Fragen, ob Menschen später einen Flug bekommen können“, kritisierte der Außenminister. So gebe es Touristen, die noch eine Trekkingtour absolvieren oder Tage am Strand verbringen wollen. Außerdem hätten Österreicher „noch dieser Tage einen Flug ins Ausland angetreten“. „Das ist aus meiner Warte höchst fahrlässig und grenzt an Unvernunft“. „Das Außenministerium ist kein Reisebüro. Wir führen hier eine Rückholaktion infolge einer globalen Krise durch“, konstatierte Schallenberg.

können sich jene Österreicher, die bereits beim Außenministerium registriert sind, für Rückflüge anmelden. „Dadurch wird die Heimreise vereinfacht und die Telefonhotline etwas entlastet“, erklärte Schallenberg. In drei Schichten sind alle Mitarbeiter des Außenministeriums, die nicht einer Risikogruppe angehören, derzeit im Einsatz, dazu unterstützen 120 Rekruten des Österreichischen Bundesheeres die Telefonhotline.

Er rief auch Österreicher im Ausland dazu auf, sich nach Möglichkeit selbst die Rückreise zu organisieren, noch gibt es Linienflüge. „Wenn Sie nach Hause wollen, beeilen Sie sich. Jeden Tag werden weitere Grenzen dicht gemacht“, unterstrich Schallenberg die Dringlichkeit.

Schallenberg bat außerdem „um ein Mindestmaß an Geduld. Es wird nicht möglich sein, jeden Österreicher und jede Österreicherin gleichzeitig nach Hause zu holen. Wo Hilfe notwendig ist, wird sie auch erbracht werden“, betonte der Außenminister. Nicht alle im Ausland hätten den gleichen Wissensstand, schränkte Schallenberg ein.

Flüge werden in Kooperation mit Austrian Airlines (AUA), Lauda Motion und Level durchgeführt. Fernstreckenflüge werden von der AUA absolviert, sagte Airline-Vorstand Alexis von Hoensbroech. Er dankte allen AUA-Mitarbeitern, die freiwillig die Repatriierungsflüge durchführen. „Die Bereitschaft, in dieser Notsituation zu helfen, ist unglaublich groß“, sagte der AUA-CEO.

Für die Rückholflüge müssen alle Passagiere einen Selbstbehalt zahlen. Dieser orientiert sich am herkömmlichen Flugpreis, von Havanna nach Wien beträgt er beispielsweise 600, von Barcelona oder Kairo 300, von Washington 500 Euro. „Die Gesamtkosten sind zweifellos höher“, sagte Schallenberg. Für die Registrierung berechtigt sind österreichische Staatsbürger, nahe Angehörige von Staatsbürgern im selben Haushalt oder Personen mit gültigem Aufenthaltstitel in Österreich. Alle Rückkehrer müssen sich nach Ankunft in Österreich in eine 14 tägige Heim-Quarantäne begeben.


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