Neuer Oktavia IV: Das richtige Auto zur falschen Zeit

Ein besseres Auto einem guten nachfolgen zu lassen, ist eine hervorragende Idee von Škoda. Allerdings verpatzt das Coronavirus und die sich mit ihm ankündigende Rezession einen glanzvollen Start des Octavia IV.

Der Combi des Octavia IV ist auf 4689 Millimeter gewachsen und hat einen Laderaum von 640 Litern netto.
© Werk

Innsbruck –Quarantäne, Ausgangssperre, Verkehrsbeschränkungen – das sind nicht gerade die günstigsten Rahmenbedingungen für den Erwerb eines neuen Fahrzeugs. Verständlich mutet es daher an, dass der heimische Importeur Porsche Holding Austria sich entschieden hat, die neueste Generation des Škoda Octavia „unmittelbar nach Aufhebung der Covid-19-Maßnahmen“ am Markt einzuführen.

Der genaue Zeitpunkt ist somit also noch offen – weniger fraglich ist dagegen, dass es sich beim Octavia im Allgemeinen um ein Erfolgsprodukt und bei der neuesten Generation um ein erfolgsträchtiges Fabrikat handelt. Was die vierte „moderne“ (so die Skoda-Unternehmenskommunikation) Generation des Octavia auszeichnet, ist unter anderem: ein mutigeres Design, ein Beibehalten des großzügigen Raumangebots, das Forcieren von „simply clever“-Lösungen und das Einbeziehen von alternativen Antrieben sowie das Fokussieren auf digitale Themen.

Beginnen wir beim Design:

Hier hat das Škoda-Team schon beim Vorgänger experimentiert, etwa mit dem „Vieraugen-Gesicht“, das die dritte Generation mit dem Facelift erhielt. Die Reaktion darauf war zunächst verhalten, das Publikum jedoch war offensichtlich begeistert. Auch und gerade in Österreich, denn im Vorjahr konnte sich der Octavia den ersten Rang in der Liste der meistzugelassenen Neuwagen zwischen Bodensee und Neusiedler See sichern. Bei der vierten Generation erhält die Formensprache noch mehr Akzente durch den mit zahlreichen vertikalen Streben versetzten breiten Kühlergrill, dessen Chromumrandung in enger Verbindung mit den schlanken Frontscheinwerfern steht. Auffällig sind zudem der durchgezogene untere Lufteinlass, die Seitenschweller und die faltenreiche Motorhaube.

Zur spannenden äußeren Formensprache gesellt sich ein digital orientierter Innenraum. Je nach Ausstattung leuchten ein Head-up-Display, ein volldigitales Instrumentarium (Serie) und ein zehn Zoll großer Touchscreen auf der Mittelkonsole auf. Apropos Licht: Serienmäßig ist jeder neue Octavia mit LED-Frontscheinwerfern bestückt, gegen Aufpreis gibt es adaptive Matrix-Technik für die Leuchten.

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Von großer Bedeutung ist darüber hinaus die Sicherheitsausrüstung: Der Hersteller führt hier unter anderem den Ausweich­assistenten, den Abbiegeassistenten, den Ausstiegswarner und die lokale Gefahrenwarnung an. Außerdem können sich der Seitenassistent, der vorausschauende adaptive Abstands­assistent und das Area-View-System mit Rundum-Kamera in Szene setzen.

Für die Behaglichkeit empfehlen sich verschiedene Klimatisierungslösungen bis zu einer Dreizonen-Klimaautomatik sowie eine Fülle von „simply clever“-Arrangements wie ein Schneebesen für die Türablage.

Umfangreiche Motorenpalette

Sowohl der für Österreich etwas interessantere Combi als auch die Limousine legen in der Länge geringfügig zu und weisen eine Ausdehnung von 4689 Millimetern aus. Der Combi bietet einen Laderaum von 640 Litern netto an, die coupéartige Limousine kommt auf 600 Liter. Unabhängig davon bietet Škoda für den Octavia drei verschiedene Fahrwerkslösungen (normal, Sportfahrwerk mit 15 mm Tieferlegung und Schlechtwegefahrwerk mit 15 mm mehr Bodenfreiheit) an.

Umfangreich fällt die Motorenpalette aus, die unter anderem gewöhnliche Benzin- und Dieselaggregate, Mildhybridsysteme, Erdgastriebwerke und Plug-in-Hybride vorsieht. Bei den Mildhybriden (in Verbindung mit Einliter- und 1,5-Liter-Turbobenziner) kommen 48-Volt-Riemenstartergeneratoren und kleine Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz, um den Treibstoffverbrauch und die Schadstoffemissionen zu reduzieren. Bei den Dieseln hebt Skoda das so genannte Twindosing-Verfahren hervor, das die Reduktion von Stickoxiden noch effizienter gestalten soll. Weiters stellt Škoda zwei Plug-in-Hybrid-Varianten mit 204 und 245 PS Systemleistung in die Auslage. Die stärkere Version darf sich mit dem RS-Logo schmücken, das für besonders sportliche Fahrleistungen steht.

Den Octavia will Škoda in wenigen Wochen lancieren – den Combi gibt es mit Business-Basisausstattung für den Preis von 29.730 Euro. (hösch)


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