Heuriges Gauder Fest findet erst nächstes Jahr statt

Das geplante Programm soll 1:1 auf das nächste Jahr verschoben werden, auch die Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

Rund 30.000 Besucher zählte das Gauder Fest letztes Jahr.
© TT/Fankhauser

Von Angela Dähling

Zell a. Z. – Es gilt als immaterielles Weltkulturerbe und größtes Frühlings- und Trachtenfest im Alpenraum: das Gauder Fest in Zell am Ziller. Vom 30. April bis zum 3. Mai hätte es wieder Tausende Trachtler und noch mehr Besucher angezogen. In Zeiten wie diesen nicht möglich. Das war auch dem Veranstaltungskomitee bewusst, das seit Wochen die Entwicklungen rund um die Ausbreitung des Coronavirus sorgenvoll mitverfolgte. Wie berichtet, hätte Anfang April die Entscheidung fallen sollen, ob das Gauder Fest heuer planmäßig stattfindet oder nicht.

„Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Pandemie haben wir jetzt entschieden, das Fest abzusagen“, sagt der Zeller Bürgermeister und Festkoordinator Robert Pramstrahler. Es habe zudem Absagen von Teilnehmern aus Südtirol und Deutschland gegeben. Überlegungen, das Fest in den Herbst zu verlegen, habe man wieder verworfen. Stattdessen soll das Festprogramm von heuer komplett ins nächste Jahr verlagert werden. Und zwar auf 28. April bis 2. Mai. Auch die Eintrittskarten und Tischreservierungen sollen ihre Gültigkeit behalten. „Wir werden daher 2021 keine neuen Eintrittskarten drucken“, sagt Pramstrahler. Natürlich gebe es auch die Möglichkeit, bereits gekaufte Karten zurückzugeben. „Eine Aussendung dazu an die Kartenbesitzer wird allerdings bis nach Ostern dauern, da unsere Büros derzeit nur auf Notbetrieb laufen“, informiert Pramstrahler. Es seien einige hundert Karten bereits verkauft worden. Mit den Kooperationspartnern und gebuchten Musikern habe man wegen der Terminverschiebung schon gesprochen. Sowohl der Gauder Bock als auch der Gauder Steinbock werden in Flaschen abgefüllt und ab Mitte April an den Lebensmittelhandel ausgeliefert.

Anfang April hätten die Detailvorbereitungen für das Gauder Fest begonnen. Rund 6000 Nächtigungen wurden im Schnitt durch das Fest lukriert, sagt Pramstrahler. Für viele unserer Betriebe und Vereine ist das Gauder Fest eine wichtige Einnahmequelle, die im Vorjahr unter dem Wintereinbruch litt. Bekanntlich musste 2019 der große Trachtenumzug am Sonntag abgesagt werden. Dass das gesamte Fest abgesagt werden musste, habe es laut Pramstrahler seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht gegeben.

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