Abriegelung von Provinz Hubei weitgehend aufgehoben

In China ist die wegen der Ausbreitung des Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei am Mittwoch weitgehend aufgehoben worden. Seit Mitternacht dürfen die meisten Bewohner wieder aus der Provinz ausreisen. Die chinesischen Behörden meldeten keine neuen Corona-Patienten, die sich innerhalb Chinas angesteckt haben. Die Zahl der Infizierten und Todesopfer steigt indes in Europa weiter an.

Allerdings wurden nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 47 Infizierte registriert, die aus dem Ausland in die Volksrepublik eingereist sind. Damit stieg die Zahl der ins Land gebrachten Infektionsfälle auf 474. Dabei handelt es sich nach Angaben des chinesischen Außenministeriums überwiegend um Chinesen, die nach Hause zurückkehren.

Vier weitere Menschen starben an dem Virus, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, drei davon in der Provinz Hubei, wo die Pandemie im vergangenen Jahr ihren Ausgang genommen hatte. Die Behörden hatten das knapp 60 Millionen Einwohner zählende Hubei zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet. In den vergangenen Wochen waren die offiziellen Zahlen der Neuinfektionen innerhalb der Provinz deutlich zurückgegangen.

Die Millionenmetropole Wuhan, die als Ausgangspunkt der Pandemie gilt, erlaubt ihren Bewohnern ab dem 8. April wieder zu reisen. Die Schulen in Hubei bleiben weiterhin geschlossen.

In China wurden bisher mehr als 81.200 bestätigte Infektionsfälle und 3.281 Todesfälle gemeldet. In den vergangenen Wochen war die Zahl der Neuinfektionen stark zurückgegangen.

Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien überholte indes jene Chinas. Nach Angaben der Regierung in Madrid vom Mittwoch starben 3.434 Menschen in Spanien an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen. Trotz der vor elf Tagen verhängten strikten Ausgangssperre stieg die Zahl der Infizierten auf 47.610 an. Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa.

Europa werde immer stärker zum Epizentrum der Pandemie, so Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Mittwoch. Bereits 223.000 Menschen seien erkrankt - das sei in den vergangenen 24 Stunden ein Plus von 13 Prozent. Besonders viele Todesfälle sind bisher in Italien (6.820), Spanien (2.991) und Frankreich (1.102) zu verzeichnen. Starke Zuwächse bei den Erkrankungszahlen hatte in den vergangenen Tagen die Schweiz mit mittlerweile fast 10.000 Erkrankten


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