USA überholt Italien bei Coronavirus-Fällen

Die USA haben Italien als globaler Coronavirus-Hotspot abgelöst. Dies geht aus Daten der Johns Hopkins University hervor, die am Mittwochnachmittag veröffentlicht wurden. Demnach gibt es derzeit 54.405 aktive Fälle in den USA, während es in Italien 54.030 Fälle sind. Unterdessen stieg die Zahl der Coronavirus-Todesopfer in Italien erneut. Insgesamt gibt es bereits 7.503 Covid-19-Tote.

In Spanien starben laut Angaben der Regierung insgesamt 3.434 Menschen an Covid-19. Binnen eines Tages starben weitere 738 Personen. Trotz der strikten Ausgangssperre stieg die Zahl der Infizierten auf 47.610 an. Allein in Madrid, dem Epizentrum der Epidemie in Spanien, wuchs die Zahl der Toten innerhalb von 24 Stunden um fast 300 auf mehr als 1.800. Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Pandemie betroffene Land in Europa. In Spanien starben auch erstmals zwei Ärzte nach einer Infektion mit dem Coronavirus. Insgesamt haben sich bisher rund 5.400 Mediziner und Pflegekräfte im Land mit Covid-19 infiziert, wie die Tageszeitung „El Pais“ am Mittwoch unter Berufung auf das Gesundheitsministerium berichtete.

In China wurde die Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. Die Behörden meldeten keine neuen Corona-Patienten, die sich innerhalb Chinas angesteckt haben, hingegen 47 Infizierte, die in die Volksrepublik eingereist sind. In China wurden bisher 3.281 Todesfälle gemeldet. Auch in Südkorea ist die Zahl der erfassten Neuinfektionen wegen zunehmender „importierter“ Fälle wieder gestiegen.

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres startete wegen der drastischen weltweiten Situation am Mittwoch einen UNO-Nothilfe-Aufruf zur Bekämpfung des Erregers in den ärmsten Ländern der Welt. Bis zum Jahresende sollen zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) zusammenkommen.

Nach UNO-Zählung gibt es weltweit bereits über 16.000 Todesfälle, mehr als 400.000 Menschen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Unter den betroffenen Ländern seien viele, „die sich aufgrund von Konflikten, Naturkatastrophen und dem Klimawandel bereits in einer humanitären Krise befinden“. Diesen Staaten solle mit dem Nothilfe-Fonds besonders geholfen werden, erklärten die Vereinten Nationen. Unter anderem gehe es um Informationskampagnen, Labor-Tests auf das Virus sowie Anlagen zum Händewaschen in Siedlungen und Flüchtlingscamps.

Auch angesichts der Gefahr einer ungehinderten Ausbreitung in Gefängnissen riefen die Vereinten Nationen die Staaten auf, besonders anfällige Häftlinge zu entlassen. Bereits jetzt seien Infektionsfälle aus Gefängnissen gemeldet worden, stellte am Mittwoch die UN-Menschenrechtsbeauftragte Michelle Bachelet in Genf fest. Es bestehe das Risiko, dass sich das Virus flächenbrandartig in Haftanstalten ausbreite.


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