Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA bei über 60.000

In vielen Ländern steigen die Zahlen der Coronavirus-Infektionen wieder an. In den USA sind bereits mehr als 60.000 Menschen infiziert. Laut der Johns-Hopkins-Universität wurden bis Mittwoch mehr als 61.000 Infektionsfälle und rund 850 Todesopfer bestätigt. Das liegt insbesondere daran, dass Tests massiv ausgeweitet wurden. Besonders betroffen in Europa sind weiterhin Spanien und Italien.

In den USA dürfte die tatsächliche Zahl der Infektionen deutlich höher liegen als die Zahl der bestätigten Fälle. Auch die Zahl der Todesfälle steigt schnell: Am Dienstagnachmittag war sie noch bei rund 600 gelegen, nun sind es bereits 850 Todesopfer. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt inzwischen, dass sich die USA zum neuen Epizentrum der weltweiten Pandemie entwickeln könnten.

Die Vereinten Nationen (UNO) stufen die Pandemie inzwischen auch als „Bedrohung für die gesamte Menschheit“ ein. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres startete deshalb am Mittwoch einen weltweiten Nothilfe-Aufruf zur Bekämpfung des Erregers der Lungenkrankheit Covid-19 in den ärmsten Ländern der Welt. Bis Jahresende sollen zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) zusammenkommen.

Nach UNO-Zählung gibt es weltweit bereits über 16.000 Todesfälle, mehr als 400.000 Menschen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Unter den betroffenen Ländern seien viele, „die sich aufgrund von Konflikten, Naturkatastrophen und dem Klimawandel bereits in einer humanitären Krise befinden“. Fast die Hälfte aller weltweit aufgetretenen Covid-19-Erkrankungen gab es bisher in der EU bzw. im europäischen Wirtschaftsraum.

Besonders betroffen in Europa sind weiterhin Spanien und Italien. Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien überholte bereits jene Chinas. Nach Angaben der Regierung in Madrid starben 3.434 Menschen an Covid-19. Binnen eines Tages waren 738 Opfer hinzugekommen. Trotz der strikten Ausgangssperre stieg die Zahl der Infizierten auf 47.610 an. Erstmals starben auch zwei Ärzte.

Auch in Italien stieg die Zahl der Coronavirus-Todesopfer und -Infizierten erneut an, allerdings weniger als am Vortag. 683 zusätzliche Todesopfer wurden am Mittwochabend gemeldet. Insgesamt verzeichnet Italien damit 7.503 Covid-19-Tote. Die Zahl der Infizierten kletterte unterdessen von 54.303 auf 57.521, teilte der Zivilschutz in Rom am Mittwoch mit.

Der italienische Premier Giuseppe Conte rief das Land zum Zusammenhalt auf. Italien und die EU seien mit einer „präzedenzlosen Krise“ konfrontiert. „Wir haben es mit einer medizinischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderung zu tun, die die ganze Gesellschaft, Institutionen, Bürger, Privatwirtschaft und den Staat betrifft.“ Jeder Beschluss der Regierung habe Auswirkungen auf das Leben der Bürger.

In Frankreich gibt es erstmals mehr als 25.000 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Infektionsfälle sei innerhalb eines Tages um 2.933 auf insgesamt 25.233 gestiegen, teilte Gesundheitsdirektor Jerome Salomon mit. Demnach wurden 1.331 Todesfälle verzeichnet. Rund 11.500 Patienten würden landesweit in Krankenhäusern behandelt, gut 2.800 davon auf Intensivstationen. Ein Drittel der Patienten in den Kliniken sei jünger als 60 Jahre, sagte Salomon.

In China wurde die Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. Die Behörden meldeten keine neuen Corona-Patienten, die sich innerhalb Chinas angesteckt haben, hingegen 47 Infizierte, die in die Volksrepublik eingereist sind. In China wurden bisher 3.281 Todesfälle gemeldet. Auch in Südkorea ist die Zahl der erfassten Neuinfektionen wegen zunehmender „importierter“ Fälle wieder gestiegen.

Am Mittwoch erreichte die Coronavirusepidemie auch das britische Königshaus. Wie der Palast in London mitteilte, steckte sich der britische Thronfolger Prinz Charles mit dem Coronavirus an. Er habe nur milde Symptome und sei ansonsten bei guter Gesundheit.


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