Nach länger Sperre: Tbc-Gefahr für Tiroler Rinder ist gebannt

Nach dem Kontakt zu kranken Tieren aus Vorarlberg blieben zwei Höfe gesperrt. Tests geben nun Sicherheit.

Tiroler Rinder sind frei von der gefährlichen Tuberkulose (Tbc). Das ergabe­n umfangreiche Untersuchungen des Landes.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck –Die jüngsten Untersuchungen unter Tiroler Rindern haben gezeigt: Es droht keine Gefahr durch Lungentuberkulose (Tbc). Das teilt das Land in einer Aussendung mit.

Zuletzt waren noch zwei Bauernhöfe nahe der Grenze zu Vorarlberg wegen des Tbc-Risikos gesperrt gewesen. Die Tiere dieser Höfe hatten auf der Alm Kontakt zu verseuchten Rindern aus dem Bezirk Bludenz gehabt. Nach mehrmaliger Untersuchung konnt­e der Tierarzt feststellen, dass die 115 Rinder gesund sind, die Sperre durfte aufgehoben werden.

Überdies hat das Land in den letzten Monaten wieder sämtliche Tiere, die sich im vergangenen Sommer im so genannten „Tbc-Sonderunter­suchungsgebiet“ aufhielten, lückenlo­s getestet. Zum Sonderuntersuchungsgebiet zählen alle Regionen, die aufgrund der Feststellung von Rotwild-Tbc als Risikogebiete gelten. In Tirol sind dies das obere Lechtal, Teile des Bezirkes Landeck sowie die Almen des Karwendels im Bezirk Schwaz. Dabei wurden 10.500 Rinder aus 850 Tiroler Rinderbeständen untersucht. Auch hier liegen die Ergebnisse nun vor. Im Gegensatz zu Vorarlberg wurde bei keinem einzigen Tier Tuberkulose festgestellt, ist der zuständige Landesrat, LHStv. Josef Geisler, erleichtert.

Wenn ein Hof vom Verdacht auf Rinder-Tbc betroffen ist, hat das weitreichende Folgen für den Betrieb. Der Bauer darf entweder gar kein­e Milch mehr liefern oder muss durch Atteste beweisen, dass die Milch von einem gesunden Tier stammt. Auch der Verkauf zur Schlachtung ist viel komplizierte­r als im Normalfall.

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Tuberkulose kann von Tieren auf Menschen übertragen werden. Deshalb sei die genaue Überwachung besonders wichtig, betont Geisler. (TT)


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