Tirol stellt neuen Hilfsfonds für Corona-Krise auf

Ein neues Covid-Maßnahmenpaket von Land Tirol und Arbeiterkammer soll unbürokratisch Hilfe für Menschen in Not bringen.

Landesrätin Palfrader, Landeshauptmann Platter und AK-Präsident Zangerl präsentieren einen neuen Covid-Hilfsfonds.
© Land Tirol

Von Verena Langegger

Innsbruck – Ein Ansteigen der Arbeitslosenzahlen (mehr Infos dazu HIER) sei in Tirol nach dem vorzeitigen Ende der Tourismussaison und den Einschränkungen durch die Quarantänemaßnahmen zu erwarten gewesen, erklärte Landeshauptmann Günther Platter (VP) gestern in einer Videopressekonferenz: „Die Verdreifachung der Arbeitslosenzahlen trifft uns aber hart.“

Zudem seien sehr viele Menschen unverschuldet durch die Corona-Krise in eine Notlage geraten. Deshalb plant die Landesregierung, am kommenden Dienstag in der Regierungssitzung ein Covid-Maßnahmenpaket zu beschließen. Der Covid-Maßnahmenfonds soll mit 10 Millionen Euro dotiert sein, so der Landeshauptmann, zusätzlich will die Arbeiterkammer (AK) zwei Millionen Euro an Hilfsgeld zuschießen. Platter verwies auch auf das bereits verabschiedete 400-Mio.-Euro-Maßnahmenpaket des Landes und die Kurzarbeitsregelung des Bundes. „Es geht sehr vielen Menschen jetzt schlecht, nicht nur Arbeitslosen, auch Alleinerzieherinnen oder Familien“, diesen werde jetzt geholfen, aber auch weiterhin. Organisatorisch aufgestellt wird dieser neue Notfallfonds vom „Netzwerk Tirol hilft“ unter der Leitung von Herbert Peer, sagte die für Arbeitsmarktförderung zuständige Landesrätin Beate Palfrader (VP): „Die Anträge werden rasch und unbürokratisch erledigt.“ Genaue Richtlinien sollen bis nächste Woche erstellt werden, Palfrader will aber auf die Expertise des Netzwerks zurückgreifen.

Auch Maßnahmen zur Individualförderung und Geld aus Stiftungen soll fließen. Zudem gehen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen weiter, Fristen oder finanzielle Konsequenzen bei Abwesenheit werde es nicht geben. Sollte das Geld nicht ausreichen, werde es noch mehr geben, versprach Platter. Und auch für die Zeit nach der Krise sei genug vorhanden, Tirol sei finanziell „gut aufgestellt“. Und Platter macht deutlich: „Wir müssen das Geld jetzt in die Hand nehmen.“


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