Autohaus-Lüftner-Chef: „Bis zu einem herzlichen Händedruck wird es noch dauern“

Harald Nössig, Geschäftsführer des Autohauses Lüftner, bereitet sich schon auf die Zeit nach der Corona-Krise vor.

Harald Nössig und sein Team betreuten bisher viele Tiroler Fiat-Fahrerinnen und -Fahrer, das gilt ab sofort auch für Jeep.
© Foto Rudy De Moor

Wie geht es dem Autohaus Lüftner in Zeiten von Corona?

Harald Nössig: Insgesamt ist die Situation extrem angespannt. Auch unsere Branche wurde durch die Corona-Maßnahmen hart getroffen – alleine die Zulassungszahlen im März 2020 sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 62 Prozent zurückgegangen. Die Kollateralschäden der Maßnahmen werden uns alle noch sehr lange beschäftigen. Doch wir hoffen nun auf die Zeit nach Corona und arbeiten darauf mit Hochdruck hin. Für mich war immer klar, dass wir als Autohaus Lüftner gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Krise überstehen werden. Denn unser Motto lautet: Come back stronger.

Sie versprühen Optimismus.

Nössig: Natürlich sind die Umsatzeinbußen dramatisch. Wir haben auf Kurzarbeit umgestellt. Ich bin froh, dass wir in den vergangenen Jahren mit Augenmaß gewirtschaftet und investiert haben, sodass wir ein von Banken unabhängiges Unternehmen sind. In der Werkstätte und Spenglerei haben wir einen starken Notdienst eingerichtet, der bei unseren Kunden sehr gut ankommt. Zudem sind wir für Service und Wartung eines großen Teils der Tiroler Fahrzeuge der österreichischen Post zuständig. Der Werkstättenbetrieb funktioniert natürlich kontaktfrei, streng nach den Corona-Vorschriften. Ab Dienstag nach Ostern ist auch unser Verkauf wieder geöffnet, da der Schauraum weniger als 400 m² groß ist. Hier gelten dann auch die strengen Vorschriften wie Abstand halten, Mundschutz tragen und es wird für ausreichend Desinfektionsmöglichkeiten gesorgt sein. Wir haben uns auch besondere Aktionen überlegt.

Wie wird es nach der Krise weitergehen?

Nössig: Wir glauben fest an die Zeit nach Corona. Jedoch stellen wir uns darauf ein, dass Werkstättentermine noch viele Monate ohne Personenkontakt durchgeführt werden. Auch im Neuwagenverkauf werden strengste Vorsichtsmaßnahmen umgesetzt zur Sicherheit unserer Mitarbeiter und Kunden. Bis zu einem herzlichen Händedruck wird es wohl noch einige Zeit dauern.

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Wie läuft es bei Ihrer Marke Fiat?

Harald Nössig und Fiat Lüftner stehen nun auch als Jeep-Service-Partner zur Verfügung.
© Foto Rudy De Moor

Nössig: In den beiden Bereichen Fiat Pkw und Fiat Transporte gehören wir zu den führenden Betrieben in Österreich. Bei den Transporten konnten wir heuer sogar in den ersten drei Monaten ein All-Time-High einfahren. Im Pkw-Segment punkten wir mit den neuen Hybrid-Modellen von Panda und Cinquecento. Einen Namen über die Landesgrenzen hinaus haben wir uns in den vergangenen Jahren mit unserem Engagement in Sachen Erdgas gemacht.

Man hört, Sie bekommen noch eine zusätzliche Marke.

Nössig: Seit April sind wir offizieller Jeep-ServicePartner. In den nächsten Monaten werden wir auch ein breites Angebot an Jeep-Fahrzeugen führen. Gerade die neuen Plug-In-Hybrid-Elektrischen Modelle von Renegade und Compass vereinen Kompetenz in Sachen Allradtechnik mit Umweltfreundlichkeit und Sparsamkeit.

Seit 2019 sind Sie Alleineigentümer der Autohaus Lüftner GesmbH.

Nössig: Ich bin ja schon seit 1988 in der Firma, über 20 Jahre davon als Geschäftsführer. Die Firmenübergabe von Roman Lüftner an mich war gut geplant und sichert unseren Standort in Rum. Für unsere Kundinnen und Kunden ändert sich nicht viel. Zu Roman Lüftner haben wir ein großes Nahe­verhältnis, er bleibt uns als Ehrenpräsident erhalten.


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