Filmfestival Venedig könnte verschoben werden

Die Organisatoren des Filmfestivals von Venedig hoffen, dass bis zu Beginn des Events am 2. September die Coronavirus-Epidemie zu Ende sein wird, schließen jedoch eine Verschiebung auf das nächste Jahr nicht aus. Einen Beschluss, ob das Festival stattfinden wird oder nicht, will Festivaldirektor Alberto Barbera bis Ende Mai treffen.

„Vor uns stehen drei Szenarien. Das Schlimmste ist, dass wir uns wegen der noch tobenden Pandemie ein Sabbatical nehmen müssen. Das optimistische Szenario wäre, dass die Pandemie zu Ende ist und alles wie früher weitergeht. Hinzu gibt es eine Möglichkeit dazwischen und zwar ein Festival mit Distanzierung unter den Zuschauern und sanitären Vorbeugungsmaßnahmen. Wir werden bis Ende Mai einen Beschluss fassen“, sagte Barbera laut der römischen Tageszeitung „La Repubblica“.

Der Präsident der Biennale, Roberto Cicutto, zeigt sich optimistisch. „Wir arbeiten, damit für die Eröffnung am 2. September alles vorbereitet ist. Ich fürchte kein Festival mit weniger Stars aus dem Ausland. Natürlich können nicht mehr tausend Personen in einem Saal sitzen“, sagte Cicutto.

Erwartet wird, dass viele Filme, die nicht beim Festival von Cannes gezeigt werden können, in Venedig ins Rennen gehen. Das gilt zum Beispiel für Nanni Morettis neuen Film „Tre Piani“ sowie für Wes Andersons „The French Dispath“ und für Sofia Coppolas „On the Rocks“.

Die Staatssekretärin im Kulturministerium, Anna Laura Orrico, meinte, dass nach Ende der Epidemie das Festival zu einem „großen Fest des Kinos“ werden könnte. „Das Festival könnte zu einem Symbol der Wiederauferstehung, des Neustarts und der Rückkehr zur Normalität werden.“


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