Fast 2.000 Coronavirus-Tote in den USA binnen eines Tages

In den USA ist innerhalb von 24 Stunden die weltweite Rekordzahl von fast 2.000 Menschen an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Laut Zahlen der Johns-Hopkins-Universität vom Dienstagabend erlagen seit dem Vortag genau 1939 Menschen in den Vereinigten Staaten der von dem neuartigen Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Indes geht in Italien die Epidemiekurve zurück.

Es handelt sich um die höchste Zahl von Todesopfern, die seit Beginn der Ausbreitung des Erregers innerhalb eines Tages in einem Land verzeichnet wurde. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in den USA stieg damit auf 12.722. In der weltweiten Statistik der Todesopfer der Pandemie liegen die Vereinigten Staaten weiterhin auf dem dritten Platz hinter Italien (17.127) und Spanien (13.798).

Die Zahl der Infektionsfälle in den USA stieg laut der Johns-Hopkins-Universität auf fast 400.000. Bis Dienstagabend verzeichnete die Hochschule rund 398.000 Fälle. In dieser Statistik liegen die Vereinigten Staaten weltweit mit deutlichem Abstand vorn. Der massive Anstieg der Fallzahlen ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass in den USA inzwischen in immer größerem Umfang auf das Virus getestet wird.

Unterdessen scheint sich in Italien eine leichte Entspannung der Lage anzubahnen. Der Coronavirus-Kontagionsindex des Landes ist erstmals unter 1 gesunken. Dies bedeutet, dass jeder Infizierte durchschnittlich nur eine weitere Person ansteckt. „Das ist ein außerordentliches Resultat, wenn man bedenkt, dass noch bis vor einigen Wochen jede positive Person bis zu vier weiteren Menschen ansteckte“, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

Die Epidemiekurve geht in Italien zurück. „Bis vor Kurzem stieg die Kurve noch auf dramatische Weise, jetzt beginnt sie zu sinken. Die Vorbeugungsmaßnahmen zeigen Resultate. Wir können beginnen, die Zukunft zu planen, wir müssen jedoch realistisch sein und die Regeln respektieren. Die Gefahr ist ansonsten, dass wir die bisher geleistete Arbeit ruinieren“, sagte der Minister im Interview mit dem TV-Sender „La7“.

„Wir arbeiten für den Beginn der Phase 2 mit einer Auflockerung der Maßnahmen. Wir werden aber weiterhin mit dem Virus zusammenleben müssen, denn er wird nicht verschwinden“, sagte der Minister. Momentan wird über eine mögliche Verlängerung mehrerer bis Ostermontag laufender Vorbeugungsmaßnahmen diskutiert. Erwartet wird, dass nach dem 13. April einige Betriebe wieder neu starten können. Mehr Bewegungsfreiheit sollte es erst nach dem 4. Mai geben.

Das ebenfalls schwer betroffene Spanien könnte nach Auffassung der Regierung Ende April Schritt für Schritt zu einer gewissen Normalität zurückkehren. Kurz vor der offiziellen Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen bis 26. April versicherte Finanzministerin und Regierungssprecherin Maria Jesus Montero, dass die Bürger danach langsam „ihr normales Leben zurückgewinnen können“.

Für Menschen, die Straßen und Plätze bevölkerten, werde es aber „klare Anweisungen“ der Regierung geben, so Montero in einem Interview mit dem Sender „Antena 3“. In Spanien herrscht seit dem 15. März ein striktes Ausgehverbot, das nun bereits zum zweiten Mal verlängert wird. Das Parlament muss der von Ministerpräsident Pedro Sanchez angekündigten Maßnahme am Donnerstag noch zustimmen.


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