Kultur-Stillstand: „Parsifal“ als Streamingweihfestspiel

Als Wagnerianer oder Freund von Oster-Traditionen säße man zu normalen Zeiten ja am Gründonnerstag, dem Ostersonntag oder zumindest an einem der Folgetage im Bühnenweihfestspiel „Parsifal“. Corona macht allerdings auch vor der musikalisch-philosophischen Verschränkung von Katholizismus und Buddhismus nicht halt. Doch: Zum virtuellen Raum wird hier die Zeit.

etwa hat man einen ganzen Strauß an Parsifalen zur Auswahl.

Hier ist etwa Michael Schulz‘ Inszenierung von den Salzburger Osterfestspielen 2014 mit Johan Botha und Wolfgang Koch zu erleben, oder man kann die beiden Wolfgang-Wagner-Deutungen aus Bayreuth in der Besetzung des Jahres 1981 (mit Siegfried Jerusalem in der Titelpartie) sowie 1998 (mit Poul Elming als Parsifal) vergleichen. Dort führt einen auch der bekannte Musikdeuter Stefan Mickisch am Piano in die tieferen Schichten des Werks ein.

). Opernliebhaber können sich hier auf Jonas Kaufmann als reiner Tor und Christian Gerhaher als Amfortas freuen.

): Am Gründonnerstag wird Christine Mielitz‘ mittlerweile nicht mehr im Realspielplan befindliche Arbeit gezeigt. Am Ostersonntag (12. April) schließt dann die 2017 erarbeitete Jugendstilinszenierung von Alvis Hermanis an, dirigiert von Semyon Bychkov. Und am 15. April beschließt die Hermanis-Arbeit, diesmal dirigiert von Valery Gergiev, den Reigen.

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). Unter dem Dirigat von Omer Meir Wellber wird hier die Wagner-Oper zur Parabel auf die übers Mittelmeer Flüchtenden. Und schließlich kann der „Parsifal“-Fan auch mit dem vorhandenen Angebot ganzer Inszenierungen auf YouTube die Zeit zwischen Karfreitag und Ostermontag füllen.


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