Wien schafft temporäre Begegnungszonen

Nach Tagen der Diskussion hat sich die rot-grüne Wiener Stadtregierung nun auf die Schaffung von temporären Begegnungszonen während der Coronakrise geeinigt. Die ersten vier davon werden bereits am Osterwochenende öffnen, informierte Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) am Donnerstag. Fünf weitere sollen in der nächsten Woche folgen.

Die ersten vier zwischenzeitlichen Begegnungszonen kommen in den Bezirken Landstraße (Rechte Bahngasse), Josefstadt (Florianigasse), Ottakring (Hasnerstraße) und Währing (Schopenhauerstraße), wobei teils nicht die gesamte Straße, sondern nur Abschnitte geöffnet werden. Dadurch sollen vor allem Fußgänger mehr Platz haben, um sich trotz Ausgangsbeschränkungen die Beine auch in jenen Wohngebieten, wo wenig Grünraum verfügbar ist, vertreten zu können, sagte Hebein in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).

Weitere fünf temporäre Begegnungszonen sollen dann kommende Woche folgen. Hebein kündigte solche auch für die Bezirke Leopoldstadt, Wieden, Margareten, Neubau und Favoriten an. In allen Bezirken gebe es auch ein Einvernehmen mit den jeweiligen Vorsteherinnen und Vorstehern. Es gebe bereits Anfragen aus weiteren Bezirken, versicherte die Ressortchefin.

Die schon fixierten Begegnungszonen sind vorerst einmal mit Anfang Mai befristet. Autos dürfen in diesen übrigens mit bis zu 20 km/h unterwegs sein, auch das Abstellen von Kraftfahrzeugen in den betreffenden Straßenzügen ist weiter erlaubt.

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Die Stadt Wien hat unterdessen angefangen, Mund-Nasen-Schutz für ihre Mitarbeiter zu produzieren: In der MA 34 (Bau- und Gebäudemanagement) werden nun Masken in Eigenproduktion für jene Mitarbeiter hergestellt, die in besonders exponierten Arbeitsstellen - zum Beispiel im Rathaus oder bei den Gesundheitsbehörden - arbeiten. Die ersten 1.500 Exemplare sollen nach Ostern fertig sein.

Die Stoffmasken werden von 50 Raumpflegerinnen in Heimarbeit hergestellt, ließ Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) am Donnerstag mitteilen. Diese hätten sich freiwillig für den Näheinsatz gemeldet.

Das für das Projekt notwendige Zubehör - teils handelt es sich um rare Ware - wurde bereits besorgt. „Mit etwas Glück konnte ein Restposten von insgesamt 77 Metern dunkelgrauem Baumwollstoff kurzfristig angekauft werden. Die Bänder und das erforderliche Nähgarn waren im Betrieb vorhanden“, so Gaal.


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