Porsche 911 Turbo S: Der Meister beim Lösen von Widersprüchen

Der Porsche 911 Turbo S versöhnt mehrere Zielkonflikte dank ausgeklügelter Aerodynamiksystme.

In 2,7 Sekunden von null auf 100 km/h: der 911 Turbo S von Porsche.
© Werk

Salzburg – Schnelle Autos bauen – das können schon einige Hersteller. Schnelle und gleichzeitig sparsame Autos produzieren? Jetzt wird es schon kniffliger. Porsche widmet sich diesen einander offenbar widersprechenden Zielen schon seit Langem und findet immer wieder neue Annäherungen. Der jüngste Wurf ist der 911 Turbo S, der mit dem System Porsche Active Aerodynamics (PAA) arbeitet. „Ein geringer Luftwiderstand ist wünschenswert für Höchstgeschwindigkeit und Verbrauch, ein hoher Abtrieb hingegen ist für die Fahrdynamik von Vorteil. Beide Eigenschaften stehen aber im Widerspruch“, erklärt Thomas Wiegand, Leiter der Aerodynamik-Entwicklung von Porsche. „PAA hebt diese Zielkonflikte auf.“

Dabei hilfreich sind eine ganze Reihe von Komponenten, etwa aktive Kühlluftklappen, eine variable Lippe des Bugspoilers und der ausfahr- sowie kippbare Heckspoiler. Hinzu kommen Funktionen wie Wet Mode und Airbrake, die je nach Fahrsituation ihren Einsatz haben. Die Aerodynamiksysteme funktionieren abhängig von der Geschwindigkeit und auch von bestimmten Fahrzeugeinstellungen: Bemerkt werden etwa die Öffnung eines Schiebedachs oder (im Falle des Cabriolets) des Stoffverdecks.

Den 911 Turbo S treibt ein 3,8-Liter-Boxer-Sechszylinder-Benziner an, der wiederum mit zwei Turboladern agiert. Das Aggregat leistet 650 PS und stemmt ein maximales Drehmoment von 800 Newtonmetern. Das entspricht einem Zuwachs von 70 PS beziehungsweise 50 Nm gegenüber dem Vorgängermodell. In die Kraftübertragung eingebunden sind außerdem eine Achtstufenautomatik und ein Allradantrieb, was im Idealfall zu einer Beschleunigung von null auf 100 km/h in 2,7 Sekunden führt. Die Höchstgeschwindigkeit des 911 Turbo S liegt bei 330 km/h. Das Modell wird als Coupé und als Cabriolet angeboten. (hösch)

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