Einige Hinweise nach Banküberfall in Wien eingegangen

Eine Woche nach dem Banküberfall am Rennbahnweg in Wien-Donaustadt ist die Polizei weiter auf der Suche nach dem Täter. Nachdem am Donnerstag primär wegen eines vom gesuchten Mann verwendeten Fahrrads um Hinweise aus der Bevölkerung gebeten worden war, sind einige Hinweise eingegangen. Diesen werde laut Polizeisprecher Patrick Maierhofer nun vom Landeskriminalamt nach Dringlichkeit nachgegangen.

Der Täter war am Freitag, 3. April, kurz nach 10.30 Uhr in die Filiale am Rennbahnweg 40 gegangen und hatte die dort anwesenden Personen - zumindest fünf Angestellte und Kunden - aufgefordert, sich auf den Boden zu legen. Dabei sprach er Deutsch ohne Akzent. Eine 58-jährige Kundin dürfte im Schock hinausgerannt sein. Der Täter feuerte auf sie, die Frau erlitt einen Durchschuss, sie wurde von hinten im Bereich der Nieren getroffen. Die Frau befindet sich weiter auf dem Weg der Besserung, es seien keine bleibenden Schäden zu erwarten.

Der Bankräuber hatte nach Erkenntnissen der Auswertung des Videomaterials der Bawag-PSK-Filiale gezielt auf die Frau geschossen. Deshalb ermittelt die Polizei auch wegen Mordversuchs. Der Räuber ließ sich Bargeld aushändigen, das er in einem Sackerl verstaute. Als er aus der Bank stürmte, verlor er ein paar Scheine. Maskiert war der Täter mit einer Partikel-filtrierenden Halbmaske (FFP). In der Nähe des Geldinstitutes hatte der Mann das Rad an einem Verkehrsschild versperrt abgestellt. Er öffnete das Schloss und flüchtete.

Das Rad wurde noch am Tag des Überfalls in der Markomannenstraße gefunden. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um ein Verleih-Rad handelt, das 2015 im Wiener Prater gestohlen worden war. Auf einer Strebe ist auch die Aufschrift „HOCHSCHAUBAHN“ zu lesen. Dazu hat es zwei auffällige Radschlösser - eines in Pink -, die offenbar nachträglich gekauft wurden, und eine blaufärbige Fahrrad-Beleuchtung.

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Die Polizei interessiert sich dafür, wer in den vergangenen Jahren seit dem Diebstahl mit dem Fahrrad gesehen wurde. Auch Hinweise zu Kauf und Verkauf der Radschlösser sind erwünscht. Und die Ermittler suchen allfällige Zwischenbesitzer des Rades.

Laut Maierhofer könne es eventuell nun etwas dauern, um zu klären, ob bei den zahlreichen Hinweisen etwas Hieb- und Stichfestes dabei ist. Das Landeskriminalamt Wien nimmt jedenfalls unter 01-31310-33800 DW weiter Hinweise entgegen. Zuständig ist die Gruppe Kampner. Die Wirtschaftskammer Österreich hat für Hinweise, die zum Täter führen, eine Belohnung von 5.000 Euro ausgelobt.


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