USA: Über 2..000 Corona-Tote in 24 Stunden

In den USA sind innerhalb von 24 Stunden erstmals mehr als 2.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Universität Johns Hopkins in Baltimore verzeichnete zwischen Donnerstag- und Freitagabend 2.108 Tote. Es ist die höchste Zahl an verzeichneten Toten binnen eines Tages in einem Land seit Beginn der globalen Pandemie. Die Zahl der Infktionen stieg auf über 500.000 an.

Berechnungen hatten für die USA vorhergesagt, dass die Krise Mitte April mit Blick auf die Todeszahlen ihren Höhepunkt erreichen könnte und pro Tag mehr als 2.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 sterben könnten. Insgesamt starben in den USA in Folge der Pandemie bereits knapp 18.700 Menschen. Mehr als eine halbe Million Menschen sind nach Angaben der Universität infiziert.

Weltweit sind nach Daten der Forscher in Baltimore mittlerweile rund 1,7 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Mehr als 100.000 Menschen starben. Mehr als 370.000 Menschen erholten sich bisher wieder von einer Infektion.

Die Coronavirus-Krise stellt US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben vor die größte Entscheidung seines Lebens. Es werde eine bedeutende Entscheidung sein, wann und wie das Land wieder zur Normalität zurückkehren könnte, machte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus deutlich. „Das ist mit Abstand die größte Entscheidung meines Lebens“, sagte Trump.

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Er werde sie in Abstimmung mit „den klügsten Menschen“ finden. „Ich möchte geleitet werden“, sagte Trump, der sich sonst gerne als Macher darstellt und nicht mit Eigenlob spart. „Ich hoffe bei Gott, dass es die richtige Entscheidung sein wird.“

Trump kündigte an, voraussichtlich am Dienstag ein Expertengremium vorzustellen, das über die Öffnung des Landes beraten soll. „Ich möchte ihre Ansichten darüber, was sie denken“, sagte Trump. Teil des „Rats zur Öffnung unseres Landes“, wie Trump die Arbeitsgruppe nannte, seien parteiübergreifende Experten aus verschiedenen Teilen des Landes. Trump machte erneut deutlich, dass er das Land so schnell wie möglich wieder öffnen wolle - und wies auf Gefahren des Zu-Hause-Bleibens hin: Auch das könne in der Coronavirus-Krise zum Tod führen - „vielleicht eine andere Art von Tod“, warnte er.

In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es deutlich mehr bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 als in jedem anderen Staat der Welt. Die Zahlen der einzelnen Länder lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen.

Unter den am stärksten von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Ländern registrierte die John Hopkins Universität den höchsten Anteil an Corona-Toten relativ zur Bevölkerungszahl bisher in Spanien. Dort starben demnach rund 33 Menschen pro 100.000 Einwohner nach einer Infektion. In Italien waren es rund 30, in den USA waren es 5 Todesfälle pro 100.000 Einwohner, in Deutschland 3.

Die Zahl der Neuinfektionen in den ursprünglich stark betroffenen ostasiatischen Staaten bleibt unterdessen auf niedrigem Niveau. China, wo die Pandemie ihren Ausgang nahme, meldet 46 Neuinfektionen und drei weitere Todesfälle. Zudem gebe es 42 importierte und 34 asymptomatische Fälle. In Südkorea sind am Freitag nach Behördenangaben 30 Fälle hinzugekommen.


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