Hälfte der mit Coronavirus infizierten Österreicher genesen

Eine positive Momentaufnahme zum Coronavirus in Österreich hat sich am Ostersonntag ergeben: Die seit Tagen sinkende Rate an Sars-CoV-2-Neuinfektionen führte dazu, dass von den 13.945 positiv Getesteten über 50 Prozent als wieder genesen galt (Stand: 9.30 Uhr). Fakt ist aber auch: Das Virus ist noch nicht besiegt, wie auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in einem Osterschreiben wissen ließ.

In dem offenen Brief schrieb Kurz, dass Österreich die Corona-Krise bisher besser als andere Länder bewältigen konnte, aber er wies auch darauf hin, dass das Coronavirus „uns noch über Monate begleiten“ werde. Am Sonntag ergaben die aktuellen Zahlen des Gesundheits- und des Innenministeriums den sechsten Tag in Folge einen Rückgang der „aktiven“ Erkrankungen. Im 24-Stundenvergleich kam es zu einem Rückgang um 1,8 Prozent auf 6.608 Personen. Ein wenig mehr als 1.000 dieser 6.608 Menschen befanden sich am Sonntag in Spitalsbehandlung, mit 243 waren fast ein Viertel davon in der Intensivstation. Damit bleibt diese kritische Zahl weiterhin stabil. Die 13 weiteren Patienten, die mit oder an der SARS-CoV-2-Infektion gestorben sind, bedeuten einen Anstieg von rund vier Prozent im 24-Stundenvergleich, somit starben bisher 350 Menschen mit oder an einer Covid-19-Erkankung.

Bundeskanzler Kurz stellte in seinem Schreiben fest, dass bis zum Zeitpunkt eines wirksames Medikaments oder einer Schutzimpfung, das Virus den Alltag der Bevölkerung begleiten werde- „mit Erfolgen und Rückschlägen“. „Bis dahin werden wir alles tun, um uns schrittweise einer neuen Normalität zu nähern“, schreibt der Bundeskanzler. Nachdem Österreich Mitte März mit einem Lockdown besonders früh reagiert hat, kommt es am Dienstag, dem 14. April, nun zu einer ersten Lockerung der Maßnahmen, aber samt neuer Auflagen: Die bestehende Maskenpflicht im Supermarkt wird dann auch für alle geöffneten Geschäfte und die öffentlichen Verkehrsmittel gelten.


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