AK erinnert angesichts der Corona-Krise an Personalknappheit

Die Arbeiterkammer hat am Montag angesichts der Corona-Krise an die Personalknappheit in den Gesundheitsberufen erinnert. „Die Krankheit Covid-19 zeigt, wie schnell die Systeme für Krankenbehandlung und Langzeitpflege überfordert sein können“, erklärte AK-Präsidentin Renate Anderl am Ostermontag. Daher sei der Mangel an Schutzbekleidung in der jetzigen Situation „unannehmbar“.

Denn wer pflege die vielen Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich, wenn sie krank werden, fragte Anderl und beklagte die wachsende Personalknappheit. Diese werde die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheits- und Pflegesystems auch nach der Corona-Krise weiter schwächen. Daher müsse jetzt gegengesteuert werden, indem die Personalausstattung sichergestellt wird, argumentierte Anderl. Dazu brauche es attraktive Ausbildungswege, angemessene Einkommen und gute Arbeitsbedingungen.

Die AK forderte daher einmal mehr kostenfreie Ausbildungen und tragfähige Stipendiensysteme sowie einen Stufenplan für plus 20 Prozent mehr Personal österreichweit in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Zudem brauche es bessere Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten, bessere Kooperation von Gesundheits- und Pflegesystem beispielsweise durch gemeinsame Finanzierung von Hauskrankenpflege und Community Nurses, bessere medizinische Versorgung in der Langzeitpflege durch Konsiliardienste aus den Krankenhäusern, Angebot von Fachärzten in Langzeitpflege-Einrichtungen oder eine Vernetzung von Primärversorgung und Hauskrankenpflege.

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