Besorgungsdienst: Freiwillige helfen in St. Johann

Für den Besorgungsdienst haben sich spontan 20 Personen gemeldet. Sie kaufen Medikamente, Lebensmittel und Tierfutter ein.

Auch aus der Apotheke müssen in St. Johann von den Freiwilligen viele Medikamente abgeholt werden.
© iStock

Von Michael Mader

St. Johann –Eine große Hilfsaktion haben ab dem 16. März das Ortsmarketing St. Johann mit dem Freiwilligenzentrum Pillerseetal-Leukental ins Leben gerufen: Beim so genannten Freiwilligen-Besorgungsdienst werden Medikamente, Lebensmittel, aber auch Tierfutter für Personen im Raum St. Johann eingekauft, die zum Kreis der älteren, kranken oder in Quarantäne gestellten Personen gehören und die niemanden im eigenen Umfeld haben, der sie unterstützen kann. „Oder sich einen Taxidienst ganz einfach nicht leisten können“, wie Koordinator Tassos Theodorakopoulos vom Ortsmarketing der Tiroler Tageszeitung gegenüber erklärt.

Das laufe von Anfang an sehr gut. „Nach unserem ersten Aufruf haben sich mehr als 20 Freiwillige gemeldet“, sagt Theodorakopoulos. Natürlich würden bei den Erledigungen alle Hygienemaßnahmen getroffen. Die derzeit rund zehn aktiven Personen, die tägliche Besorgungen erledigen, seien mit Masken, Handschuhen und Desinfektionsmitteln ausgestattet. Ärzte etwa würden die Rezepte an die Apotheken schicken, sodass die oftmals dringend benötigten Medikamente direkt abgeholt werden können.

Noch bis Ende Aprill tätig

Vor allem in den ersten zwei Wochen sei die Unsicherheit innerhalb der Bevölkerung sehr groß gewesen. „Unsere Telefonnummer war nicht nur für die Lieferungen sehr wichtig, sondern auch für allgemeine Informationen rund um das Coronavirus. Viele ältere Menschen haben immer noch Angst“, weiß der Koordinator.

Dem Ortsmarketing sei es wichtig, dass die Gemeinde in dieser Angelegenheit nicht viel machen müsse und sich um andere dringende Dinge kümmern könne. „Bürgermeister Hubert Almberger hat aber immer wieder nachgefragt, wie es uns geht und ob es Fälle gibt, wo Personen kein Geld haben, oder andere größere Probleme“, sagt Theodorakopoulos.

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Freiwilligen-Besorgungsdienst

Der Freiwilligen-Besorgungsdienst soll auf alle Fälle noch bis Ende April tätig sein, je nach Situation aber auch noch länger. Für den momentanen Bedarf seien bereits ausreichend Freiwillige registriert.


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