NGOs fordern Landehafen für „Alan Kurdi“ und „Aita Mari“

Im Mittelmeer engagierte Hilfsorganisationen fordern einen Landehafen für die Migranten an Bord der Rettungsschiffe „Alan Kurdi“ und „Aita Mari“. Dies sei angesichts der schlechten Wetterlage dringend notwendig, betonten die NGOs auf Twitter.

Seit acht Tagen warten 156 Migranten an Bord der „Alan Kurdi“ auf die Landung. Italiens Verkehrsministerin Paola De Micheli, die für die italienischen Häfen zuständig ist, bestätigte am Dienstag, dass die 156 Personen an Bord einer Fähre genommen werden sollen, wo sie zusammen mit der „Alan Kurdi“-Crew eine zweiwöchige Quarantäne verbringen sollten. Wann die Fähre bereit sein wird, die Migranten aufzunehmen, ist vorerst noch unklar.

Angesichts des Coronavirus-Notstands hat Italien seine Häfen geschlossen. Nach der Quarantäne sollten die Migranten auf verschiedene EU-Länder umverteilt werden, hieß es in Rom.

Die Crew des spanischen Rettungsschiffes „Aita Mari“, das am Montag 43 Menschen in Seenot gerettet hatte, forderte die sofortige Landung der Migranten, da sie in „kritischem Zustand“ seien. Die Nichtregierungsorganisation „Salvamento Maritimo Humanitario“ (SMH), Betreiberin des Schiffes, hatte am Montag getwittert, dass sich Malta zur Aufnahme der Migranten bereit erklärt habe, diese Information wurde jedoch von Malta nicht bestätigt.

Die „Aita Mari“ war nach Angaben von SMH eigentlich zwecks Wartung bereits auf dem Rückweg nach Spanien, als die Nachricht kam, dass mindestens drei Flüchtlingsboote mit mehr als 170 Menschen an Bord vor Malta in Seenot geraten seien. Mit einer Minimalbesatzung machte sie deshalb kehrt und entdeckte das Schlauchboot am Montag.


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