„WK-Rücklagen flüssig“, 2,5 Mio. Euro für Tiroler Betriebe

Die Tiroler Wirtschaftskammer will in der Corona-Krise Betrieben helfen, „die durch die Finger schauen“, sagt WK-Chef Walser.

WK-Präsident Walser will Klein- und Mittelbetriebe unterstützen.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck – Der Tiroler Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser wehrt sich gegen Kritik, dass sich die WK mit einem Hilfspaket für ihre Mitgliedsbetriebe zu lange Zeit lasse, und kündigt „zumindest 2,5 Millionen Euro“ für Tiroler Betriebe an.

Die Wirtschaftskammern hätten auf Präsidentenebene ein 50-Mio.-Euro-Paket zur Förderung von Betrieben beschlossen. Wobei 60 Prozent von den Länderkammern und 40 Prozent von der WKO kommen. „Das sind runtergerechnet 2,5 Millionen Euro für Tirol. Es kann am Schluss aber auch mehr sein“, sagt Walser gegenüber der TT.

Konkret solle das Geld aus dem Hilfspaket der WK Tirol an jene Betriebe gehen, die weder Förderungen aus den Härtefallfonds des Bundes noch aus dem angekündigten 400-Millionen-Paket des Landes erhalten. „Es gibt viele Klein- und Mittelbetriebe, die keine Möglichkeit haben, an Förderung zu kommen“, sagt Walser.

Weil man aber erst die Ausgestaltung der Hilfe des Landes abwarten müsse, um herauszufinden, welche Betriebe das betrifft, dauere es länger, bis die WK ihre Hilfsmaßnahmen beschließen könne. Offen sei auch noch, in welcher Form die Fördergelder an die Unternehmen gehen sollen. „Das kann direkt über einen Zuschuss sein oder indirekt über einen Nachlass der Grundumlage oder eine andere Richtlinie.“ Wenig hält Walser von einer breiteren Streuung der WK-Hilfe: „Ich bin der Meinung, dass man es gezielt machen sollte. Und wir helfen jenen, die durch die Finger schauen.“

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Von den NEOS kam zuletzt harsche Kritik an der Haltung von WKO-Präsident Harald Mahrer, wonach die Rücklagen der WKO von 1,5 Mrd. Euro vor allem in Immobilien angelegt und deshalb nicht frei verfügbar seien. „Das Rücklagen nicht flüssig sind, kann ich für Tirol ausschließen“, sagt Walser. Man habe ein halbes Jahresbudget von 30 bis 40 Mio. Euro flüssig. Damit sei unter anderem das Parkhaus am Wifi finanziert worden, zudem müssten unter anderem die Bezirksstellen in Landeck und Imst erneuert werden. „Damit wollen wir auch der Bauwirtschaft Impulse geben“, sagt der WK-Tirol-Präsident.

Walser verweist zudem auf die Stundung der WK-Beiträge und den Einsatz der WK-Mitarbeiter: „Wir haben 50 Personen, die an der Hotline Tag und Nacht beraten und Anträge für Kurzarbeit abarbeiten, damit Unternehmen an ihr Geld kommen. Wir haben viele Aufgaben des Bundes übernommen und bekommen das nicht refundiert.“ (ecke)


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