Gedenken an Nordkorea-Staatsgründer in kleinerem Rahmen

Wegen der Coronavirus-Pandemie in deutlich kleinerem Rahmen als üblich hat Nordkorea am Mittwoch den 108. Jahrestag der Geburt von Staatsgründer Kim Il-sung begangen. Schutzmasken tragende Menschen legten Blumen vor der monumentalen Statue des Staatsgründers in der Hauptstadt Pjöngjang nieder.

Der Geburtstag von Kim Il-sung ist der wichtigste Tag im politischen Kalender des Landes und als „Tag der Sonne“ bekannt. Üblicherweise ist Kims Statue auf dem Mansu-Hügel in Pjöngjang an diesem Tag von einem riesigen Blumenmeer umgeben. In diesem Jahr kamen jedoch wegen der Corona-Krise nur kleinere Besuchergruppen als sonst, deutlich weniger Blumen lagen vor dem Denkmal.

Die nordkoreanische Staatsführung beharrt trotz der geografischen Nähe zu China auf der Aussage, in dem Land gebe es bislang keine einzige Infektion mit dem Coronavirus. Die Grenzen wurden wegen der Pandemie geschlossen und hunderte Ausländer unter Quarantäne gestellt.

Mehrere Veranstaltungen zum Kim-Geburtstag wurden in diesem Jahr abgesagt, darunter der Pjöngjang-Marathon, der normalerweise ein wichtiger Devisenbringer ist. Auch das Kimilsungia-Festival - eine Ausstellung der purpurfarbenen Orchidee, die nach dem 1994 verstorbenen Staatsgründer benannt ist - wurde in den Staatsmedien nicht erwähnt.


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