Lombardei über Entlastung von Intensivstationen erfreut

Die Lombardei freut sich über einen Rückgang der Covid-19-Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen. „Die Beschlüsse der Region Lombardei und die Anstrengungen der Bürger haben die Verbreitung des Virus stark eingegrenzt“, sagte der lombardische Gesundheitsbeauftragte, Giulio Gallera, im Interview mit der Tageszeitung „Quotidiano Nazionale“ (Mittwochausgabe).

„Das Virus hatte sich bereits mehrere Wochen verbreitet, bevor wir es entdeckt haben. Wir konnten den Epidemieherd nicht eingrenzen. Hier ist eine Atombombe explodiert“, sagte Gallera. Die Dunkelziffer der Infizierten könnte bis zu neun Mal höher sein als die offiziellen Zahlen.

Für eine Studie zur Verbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung hat das Krankenhaus „San Matteo“ in der lombardischen Stadt Pavia mit Blutabnahmen bei Freiwilligen begonnen. Damit will man erfahren, welcher Prozentsatz der Bevölkerung bereits mit dem Virus Kontakt hatte, ohne es zu wissen.

„Wir werden jedoch weiterhin Schutzmasken tragen und auf soziale Distanz achten müssen. Die Wissenschaft sagt, dass sich Pandemien in Wellen entwickeln. Sollte eine neue Welle kommen, werden wir vorbereitet sein“, sagte Gallera.

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In der Lombardei, Epizentrum der Coronavirus-Epidemie in Italien, stieg die Zahl der Todesopfer in 24 Stunden am Dienstag um 241 auf 11.142. 12.077 Personen befinden sich in den lombardischen Spitälern, 1.122 davon auf der Intensivstation, das sind 21 weniger als am Montag. Die Zahl der positiv getesteten Personen lag in der Lombardei bei 61.326.


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