Zahl der „aktiv“ am Coronavirus Erkrankten wieder gesunken

Auch nach Ostern hat sich der Rückgang der „aktiven“ Coronavirus-Erkrankten in Österreich fortgesetzt. Dieser Faktor (bestätigte Infektionen abzüglich Genesener und Toter) sank im 24-Stunden-Vergleich um 324 Personen bzw. 5,3 Prozent auf 5.844 Personen (Stand: 9.30 Uhr).

14.335 Personen wurden bisher in Österreich positiv auf das Virus getestet, 8.098 (rund sechs Prozent plus) sind bereits wieder genesen, 393 Erkrankte starben. 1.001 Personen befinden sich aufgrund des Coronavirus in krankenhäuslicher Behandlung, davon 232 auf Intensivstationen, berichtete das Gesundheitsministerium.

Neun weitere Patienten, die mit oder an der SARS-CoV-2-Infektion gestorben sind, bedeuten einen Anstieg von rund 2,3 Prozent im 24-Stunden-Vergleich auf 393 Opfer. Die meisten Todesfälle gab es bisher in der Steiermark mit 90, gefolgt von Wien (81), Tirol (72) und Niederösterreich (71).

Das Gesundheitsministerium hat seine Online-Übersicht über die Entwicklung der Covid-19-Pandemie überarbeitet und nennt in seinem „amtlichen Dashboard“ auch die Zahl der Todesfälle. Dabei kommt es allerdings zu Abweichungen von jenen Zahlen, die das Innenministerium täglich veröffentlicht. Grund dafür ist unter anderem - aber nicht nur - eine unterschiedliche Zählweise.

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Am Beispiel der Zahlen von Mittwochfrüh: Laut Innenministerium sind bereits 393 an Covid-19 erkrankte Personen verstorben. Das Gesundheitsministerium weist dagegen „nur“ 338 Todesfälle aus. Falsch ist allerdings keine der beiden Zahlen. Der Unterschied liegt nach Angaben des Gesundheitsministeriums nämlich einerseits daran, dass die Angaben des Innenministeriums aktueller sind als das Dashboard des Gesundheitsministeriums und andererseits an einer unterschiedlichen Zählweise.

) seine Werte aus dem „Epidemiologischen Meldesystem“. Das ist jene Datenbank, in der alle Personen gespeichert werden, die an einer meldepflichtigen Erkrankung wie Masern oder eben Covid-19 erkranken. Und hier scheinen Todesfälle erst dann auf, wenn sie von den zuständigen Amtsärzten gemeldet werden. Außerdem werden nur jene Personen erfasst, von denen angenommen wird, dass sie tatsächlich an Covid-19 verstorben sind.

Das Innenministerium bezieht seine Informationen dagegen aus den morgendlichen Videokonferenzen mit den Sanitätsdirektionen der Bundesländer. Diese melden Todesfälle mitunter auch schon, bevor die Amtsärzte in den Bezirken sie im EMS registrieren. Und außerdem werden hier alle Verstorbenen gemeldet, die zuvor positiv auf Covid-19 getestet wurden - unabhängig von der Todesursache. Genau genommen handelt es sich also nicht um „am Coronavirus verstorbene“ sondern um „mit dem Coronavirus verstorbene“ Personen.

). Dies auch deshalb, weil in der medialen Berichterstattung der vergangenen Wochen stets die Anzahl der „mit dem Coronavirus“ verstorbenen Personen vermeldet wurde und für die geringere Zahl der „an Covid-19 Verstorbenen“ vorerst nur die aktuellen Daten vorliegen, aber keine bis März zurückreichende Zeitreihe.

Welcher der beiden Werte wirklich genauer ist, ist übrigens unklar. Vielfach handelt es sich bei den Erkrankten nämlich um „multimorbide“ Patienten mit mehreren Erkrankungen. Und hier können auch die Amtsärzte bei der Beurteilung der Todesursache unterschiedliche Maßstäbe anlegen.


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