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Landesjägermeister Larcher über Kaisers: „Keine Jagd, sondern Keulung“

Laut Gesundheitsministerium war die Gatterjagd rechtens. Landesjägermeister Anton Larcher spricht von einem „Massaker“ und allgemein über die Jagd in Zeiten von Corona.

Die Erlegung von 34 Stück Rotwild Anfang Februar in Kaisers sorgte für gewaltiges Aufsehen.
© Gemeinde Kaisers

Von Alexandra Plank

Innsbruck – Da wurde scharf zurückgeschossen: Nach Debatten um die Erlegung von 34 Stück Rotwild in Kaisers bescheinigte das Gesundheitsministerium dem Land nun korrektes und nachhaltiges Vorgehen.

Hat Sie die Einschätzung des Gesundheitsministeriums geärgert?

Anton Larcher: Nein, nur verwundert.

Werden Sie weitere Schritte setzen?

Larcher: Wir werden die Damen und Herren im Gesundheitsministerium zu gegebener Zeit mit den Fakten und Bildern konfrontieren. Wobei davon auszugehen ist, dass die Beamten nun mit der aktuellen Krise befasst sind.

Bleibt die Ablehnung der Gatterjagd in Tirol?

Larcher: Das war keine Jagd. Das war eine behördlich verfügte und umgesetzte Keulung. Die dabei gewählte Methode lehnen wir selbstverständlich weiter ab. Das Land übrigens auch.

Tirols oberster Jäger Anton Larcher gibt an, dass in Tirol „Einzel­ansitz“ üblich sei – in Zeiten des Abstands ein Vorteil.
© DieFotografen

Der Bürgermeister steht im Visier. Hat er die Unterstützung des Jägerverbandes?

Larcher: Jedes Mitglied hat unsere Unterstützung. Wenn ein Bürgermeister Zivilcourage zeigt, indem er aus dem Ruder gelaufene Vorgänge aufzeigt, hat er Rückhalt verdient. Ich lehne eine Vermischung der Tatbestände ab. Ja, der Abschussplan wurde nicht eingehalten. Das rechtfertigt aber kein Massaker.

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