Lacknerhaus-Umbau in Kitzbühel wurde nun genehmigt

Das so genannte Lacknerhaus in der Kitzbüheler Innenstadt soll saniert werden. Nach langen Verhandlungen gab’s das Okay.

Symbolbild.
© Böhm

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Es ist kein Aushängeschild mehr für die Stadt Kitzbühel – und das mitten im Zentrum. Ein Teil des so genannten Lacknerhauses ist über die Jahre sichtlich gealtert. Für manche Kitzbüheler ist es inzwischen ein Schandfleck. Ein Teil des Hauses, welches noch immer der Familie Lackner gehört, wurde vor Jahren saniert, aber jener Teil an der Ecke „Altes Finanzamt/Casino“ fristet ein bescheidenes Dasein.

Bereits im Jahr 2012 hat der Starnberger Großunternehmer Peter Löw das ehemalige Finanzamt in der Kitzbüheler Innenstadt um sagenhafte 11,4 Millionen Euro gekauft. Damit aber nicht genug. Wenige Monate später hat er auch noch dem Nachbarn ein unwiderstehliches Angebot gemacht und einen Teil des Lacknerhauses gekauft.

Erst im Herbst des Vorjahres kam dann wieder Bewegung ins Spiel, nicht zuletzt auf Druck der Gemeinde, die den Schandfleck bis zur 750-Jahr-Feier der Stadterhebung 2021 beseitigt haben will. Die erste Bauverhandlung erfolgte dann im November 2019, nun ist diese abgeschlossen. „The European Heritage Project erhält Baugenehmigung für das Lacknerhaus in Kitzbühel“, heißt es nun in einer Presseaussendung des Unternehmens von Peter Löw.

Das Lacknerhaus würde in seinem gegenwärtigen Zustand das Erscheinungsbild des Ensembles von Kirche und Altem Finanzamt stören. „Der jahrelange Leerstand des nicht unter Denkmalschutz stehenden Hauses hat weitreichende Folgen. Ein einsturzgefährdeter Dachstuhl, Wasser- und Frostschäden und ein von Schädlingsbefall betroffener Innenraum verlangen nach sofortigen substanzerhaltenden Maßnahmen“, heißt es in der Aussendung weiter.

Erfreut zeigt sich Bürgermeisters Klaus Winkler. „Wir haben auch darauf gedrängt, dass die Arbeiten möglichst rasch beginnen, damit die Situation in der Innenstadt genutzt werden kann“, sagt Winkler. Sobald die Lokale wieder öffnen können, soll es möglichst wenig Belastung geben. „Wir werden auch die Bauarbeiten an der Innenstadtpflasterung heuer nicht mehr durchführen, um die Gastronomie, wenn sie dann wieder öffnen darf, nicht zu belasten“, erklärt Winkler.

Geplant ist, das Gebäude wieder zu einem ansprechenden Stadthaus umzugestalten, das eine Ladenfläche im Erdgeschoß und Mietwohnungen in den darüberliegenden Stockwerken beherbergt. Ziel sei es, die Fassadenarbeiten pünktlich zur 750-Jahr-Feier der Stadt Kitzbühel fertig gestellt zu haben. Hier habe auch die Stadt Druck gemacht, betont Winkler.


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