Social Media und Telefon: Jugendarbeit in Reutte läuft digital weiter

Soziale Probleme und die Herausforderungen des Erwachsenwerdens sind auch während einer Pandemie nicht aus der Welt. Reuttes Streetworker haben ihre Arbeit komplett auf Social Media und Telefon verlagert.

Theresa Rauter von MOJA steht auch weiterhin für Fragen zur Verfügung – am Telefon, über Facebook oder Instagram.
© Dominik Somweber

Von Simone Tschol

Reutte – Ausgangsverbote und Social Distancing bereiten gerade auch vielen jungen Menschen eine harte Zeit. Ihr Alltag steht plötzlich kopf und neue Herausforderungen tauchen auf. Hinausgehen ist in diesen Tagen nur eingeschränkt möglich, Freunde zu treffen plötzlich gar nicht mehr erlaubt. Zuhause kann es ganz schön eng werden, Streit und Konflikten kann man nur schwer ausweichen. Manche kämpfen mit Jobverlust oder Lehrstellensuche, wieder andere mit dem Home-Schooling. Denn sich und seinen Schulalltag plötzlich eigenverantwortlich organisieren zu müssen, fällt auch nicht allen leicht.

Soziale Probleme und die Herausforderungen des Erwachsenwerdens sind auch während einer Pandemie nicht aus der Welt, in manchen Fällen verstärken sie sich sogar.

„Umso wichtiger ist es, auch in solchen Krisenzeiten vertraute Ansprechpartner und professionelle Unterstützung zu haben bei Fragen, Sorgen und Problemen“, weiß Theres­a Rauter, fachliche Leiterin der Mobilen Jugendarbeit (MOJA) Reutte.

MOJA bleibt deshalb auch während der Corona-Krise weiterhin Ansprechpartnerin für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 24 Jahren. Momentan aber etwas anders als gewohnt.

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„Normalerweise treffen wir die jungen Menschen draußen an öffentlichen Plätzen in Reutte und beraten sie dort zu ihren Fragen, Problemen und Anliegen. Oder sie kommen in unsere Anlaufstelle und wir quatschen oder machen gemeinsam verschiedene Aktivitäten. Momentan ist der persönliche Kontakt zwar nicht möglich, aber wir bleiben natürlich trotzdem für sie da. Wir haben unseren Betrieb seit Mitte März einfach völlig auf digitale Jugendarbeit umgestellt“, erklärt Rauter.

Aktiv war die MOJA immer schon auch über soziale Medien, denn ein wichtiges Prinzip Mobiler Jugendarbeit ist, ihre Angebote an die Lebenswelten der jungen Menschen anzupassen, und das sind seit vielen Jahren auch Facebook, Instagram und Co. Derzeit wird aber verstärkt über dies­e Plattformen gearbeitet. Das Angebot bleibt bestehen – unter 0676/887231044, über Facebook oder Instagram.


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