Cathrin-Pichler-Preis 2020 an US-Künstlerin Angela Anderson

Die US-amerikanische Künstlerin Angela Anderson erhält den mit 2.500 Euro dotierten Cathrin-Pichler-Preis 2020, wie die Akademie der bildenden Künste am Freitag mitteilte. Die dazugehörige Präsentation ihrer Arbeit findet aufgrund der aktuellen Coronakrise im Rahmen des Akademierundgangs im Jänner 2021 statt.

„Untersuchungen gesellschaftlicher Krisenphänomene vor dem Hintergrund feministischer und kapitalismuskritischer Theorieansätze zeichnen die Werke Andersons aus“, heißt es in der Aussendung. Die in Berlin lebenden Künstlerin hat ihre Dissertation in Wien an der Akademie am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften verfasst. Die Fachjury stimmte einstimmig für die Auszeichnung ihres Projekts „Ecosexual Time and the Subversive Multiplicity - Reclaiming lost and denied temporalities as an act of love and resistance in the age of capitalist acceleration“, in dem sich Andersen Themen wie der Produktion von Subjektivität oder der sozialen, ökologischen, psychologischen und ästhetischen Auswirkungen der kapitalistischen Ökonomie auf das menschliche Zusammenleben widmet. „An der Schnittstelle von künstlerischer Praxis, wissenschaftlicher Recherchemethoden und politischem Aktivismus korrespondiert das Schaffen Angela Andersons mit dem methodenreflexiven Ansatz der Kuratorin und Autorin Cathrin Pichler“, heißt es in der Jurybegründung.

Vergeben wird der von der Stadt Wien geförderte Preis von der Akademie der bildenden Künste Wien seit 2017 zur Erinnerung an die Denkerin, Kuratorin und Autorin Cathrin Pichler, die als Lehrende der Akademie angehörte. Die Preisträger sind Studierende oder Absolventen der Kunstuniversität, die „spezifisch künstlerische Methoden und Praktiken als Beitrag und Intervention zu einem wissenschaftlichen Diskurs denken“.


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