Vettel zu Vertragsgesprächen mit Ferrari: „Noch genug Zeit“

Sebastian Vettel sieht keine unmittelbare Dringlichkeit bei seinen Vertragsgesprächen mit Ferrari und hat ein Ergebnis bis zu einem möglichen Saisonstart Anfang Juli in Aussicht gestellt. Wie alles andere, seien auch die Verhandlungen durch die Coronavirus-Pandemie unterbrochen worden.

„Wir haben aber noch genug Zeit, wenn das erste Rennen erst im Juni oder Juli ist - ich will nicht sagen, es aus dem Weg zu räumen, aber zu Ende zu besprechen“, betonte der viermalige Formel-1-Weltmeister in einer Videokonferenz mit ausgewählten internationalen Medienvertretern.

Der aktuelle, zweite Kontrakt des Deutschen mit Ferrari läuft Ende dieses Jahres aus. Es wird seine sechste Saison beim italienischen Rennstall gewesen sein. „In der Vergangenheit hatte ich immer Verträge, die drei Jahre liefen. Ich bin einer der erfahrensten Rennfahrer, aber nicht der älteste. Ich glaube nicht, dass es in dieser Hinsicht ein Alterslimit gibt“, betonte Vettel.

Spekuliert wurde bereits, dass Ferrari den 32-Jährigen diesmal bisher nur ein Vertragsangebot mit einem Jahr Gültigkeit vorgelegt hat. Der Kontrakt seines rund zehn Jahre jüngeren Teamkollegen Charles Leclerc war Ende vergangenen Jahres hingegen bereits vorzeitig bis Ende 2024 verlängert worden.

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Es gebe keine Deadline, sagte Vettel zum zeitlichen Ablauf. „Wie auch immer der Deal aussehen wird, das Team und ich werden uns damit wohlfühlen müssen“, sagte der in der Schweiz lebende Hesse. Er hatte seit seinem Start bei Ferrari in der Saison 2015 nicht an die Erfolge mit Red Bull anknüpfen können und wartet noch auf den ersten WM-Titel mit der Scuderia.

Den für den Saisonstart angedachten „Geisterrennen“ steht Vettel zwiespältig gegenüber. „Es wäre ein sehr komisches Gefühl. Ich wäre kein Fan davon. Man muss aber abwägen: Es geht auch ums wirtschaftliche Überleben. Ein Rennen ohne Zuschauer ist fad, ist nicht richtig, insofern sollte man keine Schnellschüsse machen, warten und keine Geisterrennen abhalten“, erklärte Vettel. Eine perfekte Antwort gebe es jedoch nicht. „Die ersten Rennen werden wohl Kompromisse sein.“


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