Tiroler Banken stundeten 1,2 Milliarden Euro

Mehr als 17.500 Stundungsanträge haben Tirols Banken in der Corona-Krise bislang genehmigt.

(Symbolbild)
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Innsbruck – Die Aussetzung bzw. Stundung von Kreditraten bzw. Zinszahlungen wurde als ein Instrument verankert, um Privatpersonen und Firmen, die in der Corona-­Krise unverschuldet zum Handkuss kommen, zu helfen. Im Zuge der Corona-Krise haben Tirols Banken (Hyp­o Tirol Bank, Volksbank, Tiroler Sparkassen, Tiroler Raiffeisenbanken, BTV) bisher insgesamt 17.524 Stundungsanträge mit einem Volumen von insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro positiv erledigt, teilten die Banken mit. Im Gegensatz dazu seien im Zuge des Wirtschaftskammer-Beschwerdemanagements, wonach Unternehmer keine Genehmigungen von Banken für diverse Finanzierungsformen bekommen haben, 15 Anträge auf Behandlung eingegangen.

Eine Bankengruppe schilderte, dass in Nicht-Corona-Zeiten in der Regel monatlich rund 70 Stundungsanträge bearbeitet würden, derzeit sei es fast das Hundertfache. 56 % der Anträge seien von Privatkunden eingereicht worden, 44 % entsprechend von Unternehmen.

„Die Tiroler Kunden sind uns sehr wichtig, deswegen arbeiten wir im Rahmen der gesetzlichen und regulatorischen Möglichkeiten sehr unbürokratisch“, betont Harald Wanke, Obmann der Sparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Tirol. Aufgrund der Vielzahl an Hilfsmaßnahmen und der zahlreichen Nachschärfungen in den vergangenen Wochen würden die rund 6100 Beschäftigten in den Tiroler Banken sehr viel Zeit investieren, um die Kunden bestmöglich zu beraten. „Wir prüfen jeden Fall genau und wollen gemeinsam mit unseren Kunden praktikable Lösungen finden“, so Wanke.

Insbesondere die Sicherung der Liquidität der Tiroler Unternehmen sei ein wichtiger Baustein, um gut durch die Krise zu kommen, erklärten LH Günther Platter und Wirtschafts-LR Patrizia Zoller-Frischauf. „Die Tiroler Banken haben vollste Unterstützung zur Sicherung des Standortes sowie der heimischen Arbeitsplätze zugesagt“, so Platter. (TT)

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