Hoffen auf einen Sonderweg für Gemeinde See im Paznaun

Bürgermeister Toni Mallaun wünscht sich mehr Freiheit für seine Gemeinde See.
© Wenzel

See – Er würde die Grenze des Quarantänegebiets im Paznaun gerne verschieben. Der Bürgermeister von See, Toni Mallaun, versteht derzeit so manche Entscheidung der Behörden nicht. Er wünscht sich eine Aufhebung der Isolation. In seiner Gemeinde, die am Eingang des Tales liegt, gibt es nur wenige positive Corona-Fälle. Derzeit herrscht viel Unverständnis über die Verlängerung der Maßnahmen. Diese Woch­e machten sich Bürger mit einem Protestplakat Luft. Die Unzufriedenheit spürte man auch in der Bezirkshauptmannschaft Land­eck. Dort gab es vermehrt Ansuchen für Ausnahme­berechtigungen, um die Quarantäne­gebiete zu verlassen. „Den Leuten fällt die Decke auf den Kopf“, bestätigt Siggi Geiger vom zuständigen Verkehrsreferat. Gerade beim Pendlerverkehr entscheid­e man aber restriktiver, da gehe es um die Gesundheit, betont er.

Mallaun glaubt allerdings, dass es in See noch weniger Krankheitsfälle gibt als offiziell behauptet. „Einer ist dabei, der ist schon wieder negativ“, erklärt er. Ein Fall sei See fälschlicherweise zugerechnet worden. Mallaun hofft auf einen Sonderweg – das müsse aber auf „höhere­r Ebene“ entschieden werden. „Holdernach wäre eine logische Grenze“, erklärt er und plädiert für eine neue Grenzziehung des Quarantänegebiets zwischen den eigenartig ineinander verschränkten Gemeinden Kappl und See. (mr)


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