Bald 900.000 Österreicher in Kurzarbeit, knapp 67.100 Jobs in Tirol gesichert

Kurzarbeit ist in Österreich weiter stark gefragt. Diese Woche sollen die ersten Beihilfen fließen. In Tirol werden damit knapp 67.100 Jobs gesichert.

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© Thomas Böhm

Wien, Innsbruck – Kurzarbeit habe sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewährt und schütze vor Arbeitslosigkeit. Darüber sind sich Regierung und Sozialpartner einig, die das Modell bei Unternehmen bewerben. Und das wird gut angenommen: Bald gebe es in Österreich 900.000 Männer und Frauen in Kurzarbeit. Deshalb wurde der Fördertopf von ursprünglich 400 Mio. Euro auf 5 Mrd. Euro aufgestockt.

In der Branche Handel gibt es in Tirol die meiste Kurzarbeit.
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Vorige Woche kamen Anträge für 270.000 Arbeitsplätze dazu. In Summe lagen am Freitag der Vorwoche 63.189 bewilligungsfähige Anträge auf Kurzarbeit für 871.039 Stellen vor, das entspricht einer Erhöhung um fast die Hälfte gegenüber dem Freitag davor (608.000 Jobs). Dazu kamen noch 15.663 Anträge mit fehlenden Daten.

Alleine die schon genehmigten 39.298 Anträge kosten 4,3 Mrd. Euro. „Die ersten Gelder werden bereits diese Woche fließen“, verspricht Arbeitsministerin Christin­e Aschbacher (ÖVP) in einer Aussendung. „Dennoch bitten wir weiterhin um Geduld.“ Denn zu Spitzenzeiten gebe es Tausende eingereichte Abrechnungen pro Tag. Aschbacher empfiehlt deshalb, auf die Liquiditätshilfen des Finanzministeriums und der Hausbank zurückzugreifen. Spitzenreiter bei Kurzarbeitsanträgen ist Wien mit 19.139 Anträgen, gefolgt von Niederösterreich mit 13.691 Anträgen und Oberösterreich mit 12.877 Anträgen.

In Tirol wurden (bis inklusive Samstag) 7291 Corona-Kurzarbeits-Anträge gestellt, insgesamt werden damit knapp 67.100 Arbeitsplätze gesichert, der geplante Betrag liegt bei 493 Mio. Euro. Etwas mehr als die Hälfte (52,61 Prozent) mit einer Bewilligungssumme von 274 Mio. Euro wurden bereits genehmigt. Das berichtet das Arbeitsmarktservice (AMS) Tirol.

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Die meisten Anträge kommen aus dem Handel (1648 Anträge oder 22,6 Prozent), gefolgt von Beherbergung und Gastronomie (1300 Anträge oder 17,83 Prozent) sowie dem Bau mit 717 Anträgen oder 9,83 Prozent. Im Bezirk Innsbruck wurden die meisten Anträge gestellt, gefolgt von Kufstein, Schwaz und Kitzbühel. (TT.com, APA, ritz)

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